Ihr wöchentlicher Branchendienst
Ausgabe 27/2023 - 07.07.2023
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Die Hilfe bei der Selbsttötung ist legal und trotzdem ein Graubereich. Ein Sterbehilfe-Gesetz sollte Klarheit schaffen, doch die Vorschläge dafür überzeugten am Ende nicht. Der Bundestag ließ beide Gesetzentwürfe scheitern.
Das "Startchancen-Programm" des Bundes soll für mehr Bildungsgerechtigkeit in den Schulen sorgen. Vor allem da, wo viele arme Kinder unterrichtet werden. Die Verhandlungen mit den Ländern sind zäh - und der Verteilungsmodus der Gelder ist umstritten. Doch die Erwartungen sind groß.
Ende August will die Bundesfamilienministerin die Kindergrundsicherung vom Kabinett auf den Weg bringen lassen. Doch was sie den Staat kosten wird und wie genau künftig Familien in Deutschland damit unterstützt werden, ist weiterhin nicht bekannt. Das ruft Verbände und Gewerkschaften auf den Plan.
Jedes fünfte Kind in Deutschland ist von Armut bedroht. Eine Mehrheit der Deutschen ist unzufrieden mit der Bekämpfung der Ursachen. Die Bundesfamilienministerin hofft auf Abhilfe durch die Kindergrundsicherung.
Bei der Finanzierung des Elterngeldes bahnt sich die nächste Auseinandersetzung innerhalb der Koalition an: Weil Familienministerin Lisa Paus sparen muss, sollen besonders gut verdienende Paare die Zahlung nicht mehr erhalten. Familienverbände reagierten entsetzt.
Eine Umfrage zeigt: Flüchtlinge sind in Deutschland meist willkommen, doch die Solidarität gegenüber den Menschen aus verschiedenen Regionen der Welt ist unterschiedlich stark ausgeprägt. Es gebe "durchaus ein gewisses Ranking", erklärt der Sachverständigenrat für Migration.
Etwa 1,2 Millionen Menschen haben im vergangenen Jahr Schutz in Deutschland gesucht, rund eine Million von ihnen kamen aus der Ukraine. Die Herausforderungen an Bund, Länder und Kommunen sind enorm.
Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) forscht seit 50 Jahren. Die Arbeit geht den Fachleuten in Wiesbaden nicht aus, denn viele aktuelle Fragen, wie etwa die Folgen der alternden Gesellschaft, sind nur mittels Demografieforschung zu beantworten. Die Direktorin des Instituts, Katharina Spieß, erlaubt im Interview einen Blick hinter die Kulissen.
Der Dachverband der Tafeln in Deutschland wehrt sich gegen Vorwürfe eines undurchsichtigen Umgangs mit Spendengeldern. Beim Bundestreffen in Mannheim ging es auch um die prekäre Situation der Tafeln.
Die hessische Stadt Marburg ist bereits gut aufgestellt in ihrer Obdachlosenhilfe. Jahrelange schlüssige Kommunalpolitik trägt Früchte. Nun betritt die Stadt Neuland: Ein "VinziDorf" nach österreichischen Vorbild mit zwölf Tiny-Houses ensteht. Monique Meier, Sozialplanerin im Magistrat, erläutert im Gastbeitrag für epd sozial, wie es seit 2021 von der Idee zur Umsetzung kommt.
Zu wenig Fachkräfte, zu wenig Wohnungen: Das sind die Hauptsorgen des Diakonischen Werks Rosenheim, das in diesem Jahr 50. Vereinsgründungsfest feiert.
Arbeitgeber müssen für eine Videoüberwachung ihrer Beschäftigten gute Gründe haben. Halten sie sich nicht an sämtliche Datenschutzregeln, können sie im Kündigungsschutzprozess die Aufnahmen aus einer offenen Videoüberwachung aber dennoch als Beweismittel verwenden, urteilte das Bundesarbeitsgericht.