sozial-Politik

Rheinland-Pfalz

Sieben Familiengrundschulzentren vor dem Start



Koblenz, Düsseldorf (epd). Im Rahmen eines Pilotprojektes werden ab Beginn des kommenden Schuljahres an zunächst sieben rheinland-pfälzischen Grundschulstandorten sogenannte Familiengrundschulzentren etabliert. Als erste Kommunen beteiligen sich die Städte Koblenz und Wittlich an dem Vorhaben. Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) unterzeichnete am 3. Juli gemeinsam mit anderen Projektpartnern eine entsprechende Kooperationsvereinbarung. Ziel ist es, die Bildungschancen von Kindern aus sozial benachteiligten Familien zu verbessern, und dafür unter anderem die Arbeit mit deren Eltern auszubauen.

Beteiligen wollen sich alle vier Grundschulen in Wittlich und drei Schulen in Koblenz. Als dritte Kommune könnte sich auch Ludwigshafen anschließen. In den „Familiengrundschulzentren“ soll es neben dem eigentlichen Schulunterricht und Förderstunden für Kinder auch Deutschkurse und andere Angebote für Eltern geben.

Schule soll Ort der Begegnung werden

Vorgesehen sind regelmäßige Sprechstunden für Eltern und Kinder. Schuldnerberatung, Selbstverteidigungstraining oder Kochkurse könnten das Programm vervollkommnen. All dies solle dafür sorgen, dass „Schule ein Ort der Begegnung wird, der auch für die Familien unserer Schülerinnen und Schüler zu einem sicheren Hafen im Sozialraum ist“, erklärte Hubig.

Rheinland-Pfalz greift mit dem Modellprojekt auf bereits bestehende Erfahrungen aus Nordrhein-Westfalen zurück. An der dortigen „Initiative Familiengrundschulzentren NRW“ beteiligen sich mittlerweile 33 Kommunen. Bei der Umsetzung wird das Land von zwei Stiftungen, der Wübben Stiftung Bildung und der Auridis Stiftung, unterstützt.

Für Aufbau und Funktionieren des Pilotprojekts hat das Land 2023 und 2024 jeweils rund 350.000 Euro bereitgestellt. Die Stiftungen beteiligen sich nach Ministeriumsangaben im gleichen Zeitraum mit 140.000 Euro, die beiden Kommunen mit jeweils rund 100.000 Euro.