Ihr wöchentlicher Branchendienst
Ausgabe 5/2024 - 02.02.2024
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Die Studie über das Ausmaß von Missbrauch in der evangelischen Kirche lässt die Diskussion um die Rolle des Staates bei der Aufklärung aufflammen. Gefordert wird ein Recht auf Aufarbeitung für Betroffene, das Institutionen in die Pflicht nimmt.
Berlin (epd). Nach der Studie über Missbrauch in der evangelischen Kirche dringt der SPD-Politiker Lars Castellucci bei Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) auf die Umsetzung vereinbarter Vorhaben zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt. „Wir haben uns im Koalitionsvertrag darauf geeinigt, dem Thema mehr Aufmerksamkeit zu schenken und die staatlichen Institutionen zu stärken“, schreibt Castellucci in einem Brief an Paus, der dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegt. „Bis heute warten wir auf eine entsprechende Initiative aus Ihrem Haus“, heißt es in dem Schreiben.
Sexualisierte Gewalt kann nach Aussage des Kirchenhistorikers Thomas Großbölting in allen evangelischen Gemeinden vorkommen. "Sowohl in den traditionellen als auch in den liberalen Tatkontexten machen sich die Missbrauchstäter die jeweiligen Strukturen zunutze", sagte der Mit-Autor der Missbrauchs-Studie für die EKD und der Diakonie.
Nach der Veröffentlichung der evangelischen Missbrauchs-Studie weisen einzelne Landeskirchen den Vorwurf zurück, unvollständige Daten geliefert zu haben. Zur Klarstellung veröffentlicht die EKD nun Details aus dem Vertrag mit den Wissenschaftlern.
Hier finden Erwerbslose und andere Menschen in prekären Lebenslagen Unterstützung: in Arbeitslosenzentren. Oft sind sie kirchlich getragen. Die Berater helfen bei der Jobsuche und bei Anträgen auf Sozialleistungen. Der Bedarf wächst.
Die Bundesregierung macht rechtliche Bedenken geltend gegen eine geplante EU-Richtlinie für alle Mitgliedsländer zum besseren Schutz von Frauen vor männlicher Gewalt. Prominente Frauen fordern von Justizminister Buschmann, die Blockade aufzugeben.
Fast alle Länder haben sich auf ein Vergabeverfahren für eine Bezahlkarte für Asylsuchende verständigt. Hessens Ministerpräsident Rhein (CDU) und die FDP sehen in der Karte einen Schritt zu weniger Migration. Kritik kommt von Flüchtlingsverbänden.
Ob Kitas, Jugendhilfe oder Behindertenhilfe: Es herrscht Fachkräftemangel. Es brauche dringend eine Strategie, das Problem in den Griff zu bekommen, schreibt der Fuldaer Hochschulprofessor Nikolaus Meyer im Gastbeitrag für epd sozial.
Sie sind Anlaufstellen für Menschen mit wenig Geld, Obdachlose und andere Hilfesuchende: Die Arbeit der rund 100 Bahnhofsmissionen wird vor allem von Ehrenamtlichen getragen. Doch die sind mittlerweile knapp - und das bleibt nicht ohne Folgen.
Die Ampel-Koalition tut sich mit der Kindergrundsicherung so schwer, dass Verbände und Experten inzwischen fürchten, sie könnte in zentralen Punkten scheitern. Sie appellieren, Kinder aus armen Familien nicht außen vorzulassen.
Die Antibabypille ist out. Junge Frauen setzen vermehrt auf nicht-hormonelle Verhütungsmethoden, um eine ungewollte Schwangerschaft zu vermeiden. Es geht aber auch darum, seinen Körper besser kennenzulernen. Unterstützt werden sie dabei auch von den Maltesern.
Eine Ernährung mit zu viel Fett, Zucker und Alkohol begünstigt Krebs. Zur Vorbeugung empfehlen Wissenschaftler eine gesündere Lebensweise mit wenig Alkohol und dem Verzicht aufs Rauchen. Verbessert werden müssten auch Vorsorge und Früherkennung.
Kirchliche Arbeitgeber müssen als kirchliche Körperschaft des öffentlichen Rechts keine schwerbehinderten Stellenbewerber zum Vorstellungsgespräch einladen. Diese Pflicht gilt nur für öffentliche Arbeitgeber, urteilte das Bundesarbeitsgericht.