Die Berliner Stiftung "Topographie des Terrors" hat im vergangenen Jahr mehr als 1,38 Millionen Besuchern gezählt und damit einen Rekord erreicht. Das waren mehr als 200.000 Besucher zusätzlich gegenüber dem bisherigen Rekordjahr 2014, wie die Stiftung am 10. Januar in Berlin mitteilte. Besucherstärkster Tag war mit rund 6.800 Gästen der 30. Dezember. Im September vergangenen Jahres wurde der 15-millionste Gast seit Präsentation der ersten Ausstellung im Juli 1987 begrüßt.

Das zur Stiftung gehörende Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin-Schöneweide steigerte nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr seine Besucherzahlen um fast 25 Prozent auf 15.500.

Auf dem 4,5 Hektar großen Gelände der "Topographie des Terrors" direkt neben dem Martin-Gropius-Bau im Zentrum Berlins befand sich zwischen 1933 und 1945 das Hauptquartier der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) und der SS-Führung. Heute informiert dort unter anderem eine Dauerausstellung über den NS-Terrorapparat.

Die Stiftung plant für dieses Jahr unter anderem eine Sonderausstellung über das Reichsarbeitsministerium. Ab April sollen die Ergebnisse einer Unabhängigen Historikerkommission präsentiert werden. Die Kommission erforscht seit 2014 die Geschichte des Ministeriums. Die Ausstellung soll am 2. April von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) eröffnet werden.