Emsdetten (epd). Die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken hat die Theologin Imke Philipps zur neuen Superintendentin gewählt. Von den 73 stimmberechtigten Mitgliedern entschieden sich 64 für die Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde Ochtrup-Metelen, wie der Kirchenkreis am 20. Juni in Emsdetten mitteilte. Die Landeskirche müsse die Wahl noch bestätigen. Philipps werde ihren Dienst voraussichtlich zum 1. Oktober antreten und den Kirchenkreis für die kommenden acht Jahre leiten, hieß es.
Philipps folgt auf Susanne Falcke, die den Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken von 2022 bis 2026 geleitet hatte, bevor sie am 1. Mai das Amt der Theologischen Vizepräsidentin der Evangelischen Kirche von Westfalen übernommen hatte. Der stellvertretende Superintendent Axel Gehrmann gratulierte Philipps. Mit ihr habe der Kirchenkreis eine Persönlichkeit gefunden, die die Herausforderungen der kommenden Jahre kompetent und mit Weitblick gestalten könne, erklärte er.
„Wir haben die beste Botschaft der Welt“
Philipps erklärte nach der Wahl: „Wir haben die beste Botschaft der Welt.“ Kirche müsse deshalb „mitten im Leben der Menschen präsent bleiben“ und Wege finden, Zugehörigkeit zu erleichtern.
Imke Philipps ist gebürtige Ostfriesin. Sie studierte evangelische Theologie in Bielefeld-Bethel, Bonn, Marburg und Göttingen, im Jahr 2000 wurde sie in Dortmund ordiniert. Seit 2011 ist sie Pfarrerin der Kirchengemeinde Ochtrup-Metelen, 2023 wurde sie zudem Diakoniebeauftragte des Kirchenkreises. Sie ist verheiratet und hat vier erwachsene Kinder.
Vereinigungsprozess mit Münster und Tecklenburg
Als weitere richtungsweisende Entscheidung traf die Synode einstimmig den Beschluss, einen Vereinigungsprozess mit den Kirchenkreisen Münster und Tecklenburg einzuleiten. Eine Steuerungsgruppe soll nun die Grundlagen für den Prozess erarbeiten, wie es hieß. Auf der Sommersynode 2027 soll dann über eine mögliche Vereinigung entschieden werden. Hintergrund sind die sinkenden Mitgliederzahlen sowie rückläufige personelle und finanzielle Ressourcen.
Ein Arbeitsbereich ist bereits einen Schritt weiter: Die Synodalen verabschiedeten die Konzeption sowie das Finanzkonzept für eine gemeinsame synodale Jugendarbeit der Kirchenkreise Münster und Steinfurt-Coesfeld-Borken. Damit werden bestehende Kooperationen weiter ausgebaut und strukturell abgesichert.
Klimaschutzkonzept für Kirchen im Münsterland tritt in Kraft
In Kraft tritt zudem nun das Klimaschutzkonzept der drei Münsterland-Kirchenkreise. Dazu gaben die Synodalen jetzt grünes Licht. Zu den zentralen Zielen gehören demnach eine Reduzierung des kirchlichen Gebäudebestandes um bis zu 40 Prozent bis zum Jahr 2035 sowie der weitere Ausbau von Photovoltaikanlagen
Der Evangelische Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken ist einer von 26 Kirchenkreisen im Gebiet der westfälischen Kirche. Zu ihm zählen den Angaben zufolge knapp 73.000 evangelische Christinnen und Christen im westlichen Münsterland in 20 Kirchengemeinden. Der Dienstsitz der Superintendentur ist in Steinfurt.
