Münster (epd). Die drei evangelischen Kirchenkreise im Münsterland und Tecklenburger Land könnten in den kommenden Jahren fusionieren. Die Kreissynode in Münster hat als erstes Kirchenparlament am 17. Juni einstimmig eine Prüfung des Zusammengehens beschlossen, wie der Evangelische Kirchenkreis Münster mitteilte. Mit dem Zusammenschluss entstünde ein neuer Kirchenkreis, der flächenmäßig der größte der Evangelischen Kirche von Westfalen mit insgesamt rund 225.000 Kirchenmitgliedern wäre.
Superintendent Holger Erdmann zeigt sich zuversichtlich. „Wenn die anderen Synoden an dieser Stelle ebenfalls positive Beschlüsse fassen, wovon auszugehen ist, dann legen wir Ihnen im Sommer 2027 einen konkreten Fusionsfahrplan vor“, sagte er vor den knapp 100 stimmberechtigten Synodalen.
Jugendreferate werden zusammengelegt
Die Jugendreferate der Kirchenkreise Münster und Steinfurt-Coesfeld-Borken könnten dabei einen Vorbildcharakter haben, hieß es weiter. So stimmte die Synode einer kirchenrechtlichen Vereinbarung zu, die beide Referate schon zum 1. Januar 2027 zusammenführt.
In weiteren Beschlüssen wurde den Angaben zufolge ein Klimaschutzkonzept für alle drei Kirchenkreise des Gestaltungsraumes beschlossen, auf dessen Grundlage das Ziel der weitgehenden Klimaneutralität 2035 erreicht werden soll.
