sozial-Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,




Markus Jantzer
epd-bild/Heike Lyding

nach Bekanntwerden des großen Ausmaßes sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in der evangelischen Kirche und der Diakonie werden Rufe nach mehr staatlichem Einfluss auf die Aufarbeitung laut. Gefordert wird ein Recht auf Aufarbeitung für Betroffene, das Institutionen in die Pflicht nimmt. Auch Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch sprach im epd-Interview in diesem Zusammenhang von einem Rechtsanspruch der Betroffenen. Der SPD-Politiker Lars Castellucci dringt bei Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) auf die Umsetzung vereinbarter Vorhaben zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt. Irritationen gibt es über die Frage, ob die Landeskirchen dem Forscherteam ausreichend Daten geliefert haben.

In Arbeitslosenzentren finden Erwerbslose und andere Menschen in prekären Lebenslagen Unterstützung. Die Berater helfen bei der Jobsuche und bei Anträgen auf Sozialleistungen. Öffentliche Herabsetzungen von Arbeitslosen als „Drückeberger“ mache ihn fassungslos, sagt der Mönchengladbacher Zentrumsleiter Karl Sasserath.

Den Bahnhofsmissionen scheint das Personal auszugehen. Weil ehrenamtliche Helfer fehlen, muss etwa die Mission in Magdeburg ihre Öffnungszeiten reduzieren. In Dessau sieht es nicht besser aus. „Es läuft ins Leere, neue Mitarbeiter zu gewinnen“, sagt Leiterin Benita Lanfermann.

Kirchliche Arbeitgeber müssen Menschen mit Behinderung nicht zum Bewerbungsgespräch einladen. Die gesetzliche Pflicht, schwerbehinderte Stellenbewerber bei gleicher Eignung einzuladen, besteht nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts nur für öffentliche Arbeitgeber.

Lesen Sie täglich auf dem epd-sozial-Account des Internetdienstes X, vormals Twitter, Nachrichten aus der Sozialpolitik und der Sozialbranche. Auf dem Kanal können Sie mitreden, Ihren Kommentar abgeben und auf neue Entwicklungen hinweisen. Gern antworte ich auch auf Ihre E-Mail.

Ihr Markus Jantzer