Düsseldorf (epd). In Nordrhein-Westfalen sollen speziell entwickelte Werkzeuge mit Künstlicher Intelligenz Schulleitungen die alltägliche Verwaltungsarbeit erleichtern. Die Entlastung in der Bürokratie bedeute mehr Zeit für guten Unterricht, erklärte Schulministerin Dorothee Feller (CDU) am 16. Juni in Düsseldorf zum Start der KI-Tools.

Das Schulministerium hat vier neue KI-Assistenzen freigeschaltet, die bei wiederkehrenden organisatorischen und schulrechtlichen Aufgaben entlasten sollen. Eine Assistenz für Schulrechtsfragen, soll auf Grundlage der geltenden Vorschriften und Erlasse helfen, Ordnungsmaßnahmen vorzubereiten oder rechtlich sensible Schreiben zu formulieren. Sie biete Orientierung und Entscheidungshilfen im Schulalltag, ersetze jedoch keine verbindliche Rechtsberatung, hieß es.

Textbausteine und Übersetzungen für Elternbriefe

Die Assistenz zur Elternkommunikation hilft laut Ministerium dabei, Elternabende oder Elterngespräche vorzubereiten und liefert Textbausteine. Zudem könne sie Schreiben in einfache Sprache übertragen oder mehrsprachig aufbereiten. Weitere KI-Assistenzen zur Medienarbeit oder zum sprachsensiblen Unterricht sollen bei der Schul- und Unterrichtsentwicklung unterstützen. Das Angebot werde schrittweise ergänzt, hieß es. Geplant seien Assistenzen, die Schulen bei der Vor- und Nachbereitung von Konferenzen, bei der Fortbildungsplanung oder bei der Entwicklung von Partizipationsformaten unterstützen.

Die neuen KI-Assistenzen stehen den Angaben nach auf der Website Lehren und Lernen in der digitalen Welt kostenfrei zur Verfügung. Begleitend baut das Land digitale Fortbildungsangebote aus.

Weniger Abfragen durch Schulaufsicht

Zudem werden Abfragen der Schulaufsicht an die Schulen reduziert oder vollständig eingestellt. Insgesamt 33 Abfragen bleiben den Angaben nach unverändert bestehen. 43 weitere Abfragen werden vereinfacht. Ersatzlos gestrichen werden Abfragen zu Fachkonferenzvorsitzenden, zu internationalen Aktivitäten an Berufskollegs oder zur Arbeits- und Fortbildungsplanung von Schulleitungen.

Auch das Schulministerium wird eigene Abfragen streichen oder reduzieren. Die amtlichen Schuldaten werden ab dem Schuljahr 2027/2028 direkt aus dem landeseigenen Schulverwaltungsprogramm heraus generiert.