Herne (epd). Die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Herne hat über eine strategische Ausrichtung bis 2030 entschieden. Angesichts sinkender Finanzmittel sollen die Ausgaben um 2,4 Millionen Euro auf 6,9 Millionen Euro im Jahr reduziert werden, beschloss das Kirchenparlament auf seiner jüngsten Sitzung in Wanne-Eickel. Gemeinden und Referatsleitungen sollten konkrete Maßnahmen und einen Zeitplan dafür erarbeiten und regelmäßig über Fortschritte berichten.
Superintendentin Claudia Reifenberger verweis dabei vor allem auf die evangelischen Kitas und das Schulreferat des Kirchenkreises. Weil die Kosten für die Kindergartengemeinschaft die finanziellen Möglichkeiten des Kirchenkreises deutlich überschritten, werde derzeit ein Wechsel zu einem anderen kirchlichen Träger geprüft. Doch weil der Trägerwechsel nicht sicher sei, arbeite der Kirchenkreis auch daran, „kleinere oder ineffiziente Kita-Standorte zu bündeln und größere, stabile Einheiten zu schaffen“, ergänzte Verwaltungsleiterin Carrie Bettenhausen. Auf einer Sondertagung am 25. September werde die Synode erneut über die Zukunft der Kindergartengemeinschaft beraten.
Schulreferate sollen zusammengelegt werden
Mit Blick auf das Schulreferat planen die sechs Ruhrgebiets-Kirchenkreise Bochum, Dortmund, Gelsenkirchen und Wattenscheid, Gladbeck-Bottrop-Dorsten, Herne und Recklinghausen eine Zusammenlegung, wie es weiter hieß. Diese Schulreferate sollen an einem bis zwei Standorten mit einem verringerten Personalschlüssel zusammengeführt werden. Die Unterstützung des konfessionellen Religionsunterrichts sei eine Pflichtaufgabe der Kirchen. Diese Arbeit müsse abgesichert und dabei eine Einsparung erzielt werden.
Klimaschutzmanagerin Vera Schauberger stellte der Synode zudem ein Konzept vor. Sie hat nach eigenen Angaben Energieverbräuchen analysiert und Vorschläge erarbeitet, wie durch Gebäudereduktion, Sanierungen und etwa die Nutzung erneuerbarer Energien die CO2-Bilanz verbessert werden kann. Die Gemeinden sollten nun gemeinsam Gebäudekonzepte für die Synodalregionen Castrop-Rauxel, Herne und Wanne-Eickel erstellen. Auf dieser Basis sollten transparente und nachvollziehbare Entscheidungen getroffen und der Gebäudebestand langfristig bedarfsgerecht, wirtschaftlich tragfähig und klimaschutzorientiert weiterentwickelt werden. Die Synode stimmte dem Konzept zu.

