Gemünden (epd). Die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Simmern-Trarbach hat den Weg frei gemacht für eine Haushaltskonsolidierung. Nach intensiven Diskussionen stimmten die Synodalen in Gemünden der vorgelegten Konzeption mit großer Mehrheit zu, wie der Kirchenkreis mitteilte. Das Konzept rechnet bei einer vollständigen Umsetzung mit einem Einsparvolumen von rund 800.000 Euro. Entlassungen sind nicht vorgesehen.
Laut der Konzeption soll es insgesamt 20 Vollzeitstellen im Pfarrdienst und in der Gemeindepädagogik geben - 15 davon in regionalen Teams und fünf in kirchenkreisweit operierenden Profilbereichen wie der Jugendkirche, der Schulung Ehrenamtlicher, der Familienarbeit in Zusammenarbeit mit Kitas, im Fundraising und in der Öffentlichkeitsarbeit. Daneben sind 3,5 Vollzeitäquivalente für die Kirchenmusik vorgesehen, mit Schwerpunkten in den Bereichen klassische Musik, Popularmusik und Musik mit Kindern und Jugendlichen. Angedacht ist der Aufbau einer Singschule als Profilzentrum.
Seelsorge steht weiter im Zentrum der Arbeit
Superintendent Markus Risch rief zur Zusammenarbeit auf: „Hauptamtliche und Ehrenamtliche. Lasst uns zusammen an einem Strang ziehen.“ Mit den Sparbeschlüssen wolle sich der Kirchenkreis personell so aufstellen, dass beziehungsorientierte Seelsorge als Kernkompetenz sichtbar und wirksam sein kann.
Geschlossen wird den Angaben zufolge die Mediothek des Schulreferats in Simmern am Schulzentrum zum Jahresende. In Gesprächen mit den Kommunen soll über eine Kostenübernahme für das Jugendcafé in Simmern gesprochen, beim Diakonischen Werk der Globalzuschuss gedeckelt werden, wie es hieß. Enden wird auch der Vertrag mit dem Kindertagesstätten-Referat in Idar-Oberstein zum Ende 2026. Der Kirchenkreis erhofft sich zudem Einsparungen durch einen Transformationsprozess in der Verwaltung mit sechs anderen Kirchenkreisen im südlichen Rheinland, der nun startet.
