New York, Köln (epd). Die Klimakrise trifft Kinder laut Unicef besonders hart. Nahezu jedes Kind der Welt sei mindestens einer Klimagefahr ausgesetzt, warnt das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen in einem am 16. Juni veröffentlichten Bericht. In vielen Regionen überlagerten und verstärkten sich mehrere Risiken.

Rund 1,1 Milliarden und damit fast die Hälfte aller Kinder weltweit seien von mindestens drei gleichzeitig auftretenden Klimagefahren bedroht, heißt es in dem „Children's Climate Risk Report 2026“. Dadurch seien Gesundheit, Bildung und teils auch Überleben gefährdet. Bei den stärksten Klimagefahren handelt es sich demnach um Dürren, extreme Temperaturen, Brände, Hitzewellen, Küsten- und Flussüberschwemmungen, Sand- und Staubstürme sowie tropische Stürme.

Kombination aus Risiken

Kinder in Afrikas Sahel-Region sowie in Bangladesch, Myanmar und Pakistan trifft es laut Unicef besonders stark. Der Report mache sichtbar, dass mehrere Klimarisiken in vielen Regionen zusammenkämen, erklärte das Hilfswerk. Am häufigsten treten demnach Dürren, extreme Temperaturen und Hitzewellen gemeinsam auf.

Christian Schneider, Geschäftsführer von Unicef Deutschland, betonte: „Kinder gehören ins Zentrum aller Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen.“ Es brauche klimaresistente Schulen, Gesundheitsversorgung und soziale Sicherungssysteme, die Hitzewellen, Dürren oder Überschwemmungen trotzen könnten.