sozial-Politik

Bundestagswahl

Diakonie sucht im Wahlkampf den Dialog mit Bürgern



Die Diakonie plant im Vorlauf zur Bundestagswahl am 24. September auf Bundes- und Landesebene verschiedene Kampagnen. Wie das Hilfswerk mitteilte, können potenzielle Wähler ab dem 14. August auf der Internetseite mit dem "Sozial-O-Mat" testen, mit welcher Partei die eigene Meinung in puncto soziale Fragen am meisten übereinstimmt. In diesem Rahmen findet auch die Sommertour "Sozial-O-Meet" von Diakonie-Präsident Ulrich Lilie statt, hieß es.

In Berlin, Coburg, Halle und Düsseldorf trifft Lilie gemeinsam mit Vertretern der Diakonie vor Ort Politiker, um über gesellschaftliche Fragen zu diskutieren. Dabei sollten Antworten auf die Fragen "Wie schaffen wir bezahlbaren Wohnraum für alle?", "Wie kommen wir zu gleichen Lebensverhältnisse in Stadt und Land?" oder "Wie können wir Kinder- und Familienarmut wirksam bekämpfen?" gefunden werden. Auch die Integration von Flüchtlingen werden ein Thema sein. Die Positionen der Diakonie zu diesen und anderen sozialen Fragen gibt es zusätzlich als Printprodukt, Titel: "Auf den Punkt gebracht".

In Niedersachen plant die Diakonie gemeinsam mit der Caritas die Wiederauflage der Kampagne "Jeder braucht ein Stück vom Kuchen". Kernstück ist wie vor vier Jahren eine Sozialcharta mit Grundsätzen für ein besseres Zusammenleben, die auch online einsehbar ist. Mitarbeitende aus Einrichtungen besuchen Politiker in ihrem Wahlkreis, berichten über ihre Erfahrungen aus der Arbeit und formulieren Wünsche und Forderungen.

Bereits beendet ist die Aktion "Perspektiven für Alle" des bayrischen Landesverbands. Langzeitarbeitslose, Obdachlose, prekär Beschäftigte oder auch Rentner, die keine armutsfeste Rente beziehen, konnten bis zum 21. Juli ihre Fragen in über 50 Einrichtungen der Diakonie Bayern über eigens dafür bereitgestellte Briefkästen den Vertretern einer oder auch mehrerer Parteien stellen.


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