Berlin, Dresden (epd). Drei Wochen nach ihrem Start hat der Chefredakteur der „Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung (OAZ)“, Dorian Baganz, das Blatt verlassen. Der 1993 in Duisburg geborene Journalist sei zum 12. März auf eigenen Wunsch aus dem Amt ausgeschieden, berichtet die „Berliner Zeitung“ (13. März). Die „Ostdeutsche Allgemeine Zeitung“ wird wie die „Berliner Zeitung“ von Verleger Holger Friedrich herausgegeben.

In der Vorwoche habe bereits der bisherige Chefredakteur der „Berliner Zeitung“, Philippe Debionne, den Vorsitz der Chefredaktionen der Ostdeutschen Medienholding (OMH) übernommen, zu der beide Blätter gehören. Verleger Holger Friedrich erklärte laut „Berliner Zeitung“, Baganz habe maßgeblich dazu beigetragen, die „Ostdeutsche Allgemeine Zeitung“ auf den Weg zu bringen: „Für die nächste Entwicklungsphase werden wir unsere redaktionellen Strukturen weiter stärken und die vielen Rückmeldungen unserer Leserinnen und Leser aufmerksam in unsere Arbeit einbeziehen.“

Leser wünschen sich Chefredakteur aus Ostdeutschland

Der Geschäftsführer des Ostdeutschen Verlags, Dirk Jehmlich, wird mit den Worten zitiert, in vielen Gesprächen und Zuschriften der Leserinnen und Leser sei deutlich geworden, dass sich eine große Mehrheit eine Chefredakteurin oder einen Chefredakteur mit ostdeutscher Biografie wünsche: „Dieses Feedback nehmen wir sehr ernst.“

Die OAZ gibt es seit dem 20. Februar, sie soll nach Verlagsangaben eine publizistische Lücke in Ostdeutschland schließen. Unter der Woche erscheint sie als E-Paper, am Wochenende als Printausgabe. Der bisherige Chefredakteur Dorian Braganz war zuvor beim „Freitag“.