Dresden (epd). Die ehemalige Grünen-Bundessprecherin und Managerin Gunda Röstel ist neue Präsidentin der Synode der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens. Die 64-Jährige erhielt im dritten Wahlgang am 20. Juni in Dresden 44 von 72 abgegebenen Stimmen. Im dritten Wahlgang war die einfache Mehrheit erforderlich. Röstel ist seit 2004 Geschäftsführerin der Stadtentwässerung Dresden.
Die gebürtige Sächsin gehört zu den 20 Synodalen, die von der Kirchenleitung im Frühjahr in das neu gewählte Kirchenparlament berufen wurden. Sie ist erstmals Mitglied einer Landessynode. Von Ende 1996 bis März 2000 war die studierte Sonderschulpädagogin eine der beiden Bundesvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen. Kirche muss nach ihren Worten ein „Ort des Zuhörens und der Verständigung“ sein.
Sechsjährige Legislatur
Zur sächsischen Synode gehören 80 Mitglieder, 32 Frauen und 48 Männer. Das Gremium ist das gesetzgebende Organ der Landeskirche. Es vertritt knapp 558.000 Protestanten und Protestantinnen in mehr als 300 Gemeinden und Kirchspielen. 60 Synodale wurden in den Regionen gewählt, 20 von der Kirchenleitung berufen. Eine Legislatur dauert sechs Jahre.
