Berlin (epd). Die Evangelische Kirche in Berlin widmet sich in mehreren Veranstaltungen Rassismus und Islamfeindlichkeit in den eigenen Reihen. Ein Online-Werkstattgespräch „Kirche ohne Rassismus“ am 11. und 12. Februar richtet sich an hauptamtlich und und ehrenamtlich Tätige in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), wie die Landeskirche am 1. Februar in Berlin auf ihrer Interseite ankündigte. Dabei gehe es um eine rassismuskritische Perspektive innerhalb des eigenen Arbeitsfeldes oder Engagements. Veranstalter ist das Amt für kirchliche Dienste (AkD).

Die Evangelische Akademie zu Berlin lädt am 23. und 24. Februar sowie am 31. März zu einem dreiteiligen Online-Workshop zum Thema „Antimuslimischer Rassismus? Rassismus und Religion“ ein. Die Werkstattgespräche zu Islam- und Muslimfeindlichkeit richteten sich an Multiplikatoren in der Jugendarbeit, hieß es. Die Teilnehmenden seien eingeladen, „Fremd- und Selbstbilder zu reflektieren und eigene Privilegien und Positionierungen zu hinterfragen“.

Am 24. März veranstaltet die Evangelische Akademie in der Französischen Friedrichstadtkirche eine Fachtagung zur Frage, warum auch Kirchen eine rassismuskritische Perspektive brauchen. Dabei sollen die Ergebnisse einer Studie mit Fokus auf kirchlich gebundene Menschen diskutiert werden. In der Studie hat die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend (aej) gemeinsam mit dem Sozialwissenschaftlichen Institut der Evangelischen Kirche in Deutschland (SI EKD) islamfeindliche Einstellungsmuster junger Menschen im Alter von 14 bis 29 Jahren untersucht.