sozial-Politik

Flüchtlinge

Landkreistag für konsequente Abschiebungen



Der Deutsche Landkreistag fordert eine härtere Gangart bei der Abschiebung von Flüchtlingen ohne Bleiberecht. Integration erfordere auf der anderen Seite einen konsequenten Umgang mit denjenigen Menschen, die kein Bleiberecht besitzen, sagte der Präsident des kommunalen Spitzenverbands, Reinhard Sager (CDU), am 10. April auf der Mitgliederversammlung in Wiesbaden.

"Die Rückführung ausreisepflichtiger Personen ist auch Voraussetzung für die Akzeptanz von humanitärer Aufnahme und die Bereitschaft, Schutzsuchende hierzulande willkommen zu heißen und zu integrieren", unterstrich der in Wiesbaden wiedergewählte Präsident des Landkreistags. Die Aufgabe der Integration von Flüchtlingen werde den Landkreisen noch viel Engagement und Durchhaltevermögen abverlangen.

"Es ist ein langer und im Regelfall steiniger Weg, schaut man auf mangelhafte Sprachkenntnisse, nicht verwertbare Bildungsabschlüsse oder nur rudimentäre Berufserfahrungen vieler zu uns kommender Menschen", erklärte der Landrat des Kreises Ostholstein.

Sager verwies auf den Koalitionsvertrag von Union und SPD. Danach soll die Bearbeitung von Asylverfahren künftig in zentralen Aufnahme-, Entscheidungs- und Rückführungseinrichtungen erfolgen. Es werde darauf zu achten sein, dass Antragsteller grundsätzlich für die gesamte Dauer ihres Verfahrens dort untergebracht und im Falle der Ablehnung ihres Antrags auch von dort aus zurückgeführt werden, sagte Sager. Nur Schutzsuchende mit gesicherter Bleibeperspektive dürften auf die Kommunen verteilt werden.


« Zurück zur vorherigen Seite


Weitere Themen

Arbeitgeber wollen Reformationstag nicht als Feiertag

Die norddeutschen Bundesländer wollen den Reformationstag zum Feiertag machen. Die Arbeitgeber wehren sich - und drohen mit einer fast vergessenen Regelung, wonach die Pflegebeiträge für Arbeitnehmer steigen müssten. Ob das so kommt, ist offen.

» Hier weiterlesen

Bis zu fünf Pilot-Rückführungszentren für Flüchtlinge geplant

Der neue Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte bei seinem Antrittsbesuch im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) am 6. April in Nürnberg viele Ankündigungen im Gepäck - konkrete Zahlen oder Termine gab es kaum. Erste Pilot-Rückführungszentren sollen im Herbst ihre Arbeit aufnehmen.

» Hier weiterlesen

Psychisch kranke Menschen warten 20 Wochen auf eine Behandlung

Wer eine Psychotherapie braucht, muss lange Wartezeiten überstehen, bevor die Behandlung beginnt. Im Durchschnitt dauert es 20 Wochen, bis ein Therapieplatz frei ist - auf dem Land länger. Einen ersten Termin zu bekommen ist indes leichter geworden. Dennoch dringt Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf Korrekturen.

» Hier weiterlesen