Ausgabe 17/2016 - 29.04.2016
Düsseldorf (epd). Immer mehr Menschen in Nordrhein-Westfalen engagieren sich ehrenamtlich. 2014 gab es rund sechs Millionen freiwillige Helfer in Vereinen, Gemeinden und anderen Organisationen, wie Familienministerin Christina Kampmann (SPD) am 22. April in Düsseldorf mitteilte. Das waren 41 Prozent der Bevölkerung über 14 Jahren, 6,4 Prozent mehr als fünf Jahre zuvor. Sie sorgten mit ihrer Arbeit "für mehr Lebensqualität vor Ort und für den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft", lobte die Ministerin.
Die Zahlen stammen ihren Angaben zufolge aus dem bundesweiten Freiwilligensurvey des Bundesfamilienministeriums. Danach engagieren sich Männer mit rund 43 Prozent etwas häufiger als Frauen mit rund 39 Prozent. In den Altersgruppen der 14- bis 29-Jährigen und der 50- bis 64-Jährigen liegen die Anteile der freiwillig Engagierten am höchsten. Während jeder zweite Befragte mit hohem Schul- und Berufsanschluss ehrenamtlich tätig war, war es bei Menschen mit niedrigem Bildungsniveau nicht einmal jeder vierte.
Für die Untersuchung waren 2014 bundesweit 28.690 Menschen in 30-minütigen Telefoninterviews befragt. Eine ausführliche Sonderauswertung der Landesdaten für NRW soll nach Angaben des Familienministeriums voraussichtlich im Sommer vorliegen.