Berlin (epd). Die Berliner Philharmoniker suchen eine neue Leitung für ihre Stiftung. Intendantin Andrea Zietzschmann verlasse das Orchester auf eigenen Wunsch zum August 2028, wie die Berliner Senatskulturverwaltung am 29. Juni mitteilte. Sie werde ihren in rund zwei Jahren auslaufenden Vertrag nicht ein drittes Mal verlängern.
Die Kulturmanagerin steht seit 2017 als Intendantin der Stiftung und Geschäftsführerin der gemeinnützigen Berliner Philharmonie-Gesellschaft an der Spitze des Orchesters. Sie leitet es gemeinsam mit Chefdirigent Kirill Petrenko, der seit 2019 dort im Amt ist.
Zur Begründung erklärte die 1970 in Schwenningen am Neckar geborene Zietzschmann, nach elf Jahren sei es an der Zeit, einen neuen Weg zu gehen. Zugleich erfordere die ab 2032 geplante Generalsanierung der Philharmonie eine gut eingearbeitete Intendanz. Das von Hans Scharoun (1893-1972) entworfene Bauwerk wurde 1963 eröffnet.
„Wunderbares Orchester“
Zietzschmann sprach von einer unvergesslichen Erfahrung. „Die herausragende Qualität und Energie des Orchesters haben meine Arbeit geprägt und beflügelt“, erklärte sie. Bis zu ihrem Abgang werde sie sich „mit aller Kraft für dieses wunderbare Orchester und diese in der Welt der Kultur einzigartige Institution einsetzen“.
Berlins Kultur- und Finanzsenator Stefan Evers (CDU) würdigte Zietzschmann als herausragende Kulturmanagerin mit Weitblick und unermüdlichem Engagement. Er bedauerte, dass sie ihren Vertrag nicht verlängere. Berlin sei ihr zu großem Dank verpflichtet, erklärte Evers.
