Wiesbaden (epd). Auch Monate nach dem Hype um das „Ophelia“-Gemälde erlebt das Museum Wiesbaden einen Andrang an Besucherinnen und Besuchern, die sich für das Bild interessieren. „Taylor Swift hat uns als Kulturvermittlerin mit ihrem Musikvideo 'The Fate of Ophelia' ein wunderbares Geschenk zum Ausklang des Jubiläumsjahres rund um unseren 200. Geburtstag gemacht“, sagte Pressesprecherin Susanne Hirschmann dem Evangelischen Pressedienst (epd). Der besucherstärkste Tag sei demnach der eintrittsfreie Samstag am 1. November mit 1.000 Gästen gewesen.

Am 2. November hatte das Museum Wiesbaden eine Führung angeboten, die sich explizit an Fans der amerikanischen Sängerin Taylor Swift richtete, deren Musikvideo „The Fate Of Ophelia“ mit einer Nachbildung des Gemäldes von Friedrich Wilhelm Theodor Heyser beginnt. Die Führung mit 200 Gästen war innerhalb kurzer Zeit ausgebucht. Die regulären Führungen im Museum sind laut Hirschmann auch weiterhin gut besucht. Die Besucherzahl des Museums im vergangenen Jahr sei von 108.000 im Jahr 2024 auf 131.000 hochgeschnellt.

Neues Vermittlungskonzept mit „The Swiftie Tour“

Anlässlich des Swiftie-Hypes hat sich das Museum ein neues Vermittlungskonzept überlegt: „The Swiftie Tour“ ist eine kostenlose, individuell geführte Schnitzeljagd mit Gewinnspiel. Jeden Monat würden die Einreichungen ausgelost und die Führung erfahre regen Zuspruch, sagte Hirschmann. „Gäste unterschiedlicher Altersgruppen besuchen das Museum, um vor Ophelia zu tanzen, zuletzt zwei junge Menschen aus Bilbao.“ Damit geführte Gruppen mehr Platz vor dem Bild haben, wurde es im November an einen anderen Ort direkt zu Beginn der Jugendstilsammlung gehängt.

Ende Dezember veröffentlichte das Museum Wiesbaden zudem einen Online-Shop, in dem unterschiedliche Merchandise-Artikel von dem Ophelia-Bild, wie Tassen, T-Shirts oder Poster, verkauft werden. Der Swiftie-Hype habe „für das Gemälde ein Stück Geschichte geschrieben“, resümierte Hirschmann. „Wir gewannen die Bestätigung, dass Kunst die Menschen inspiriert, Emotionen weckt und dass auch stundenlange Anfahrten nicht davon abhalten, ein Kunstwerk im Original zu sehen.“