sozial-Editorial

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Dirk Baas
epd-bild/Heike Lyding

„Das geht ganz schön ans Eingemachte, da fließen auch Tränen“, erzählt Tobias, der in Wirklichkeit anders heißt. Er absolvierte ein Anti-Gewalt-Training in der diakonischen Fachstelle „drobs“ in Lüneburg. Für ihn ist klar: „Das hat mir mein Familienleben gerettet.“ Und auch die anderen Männer zeigen Einsicht, wollen ihre Aggressionen gegen Partnerinnen und Kinder überwinden. Wie das gelingen kann, hat sich unser Autor Detlev Brockes angesehen.

Obdachlose Frauen finden bei der Bahnhofsmission in München zwar einen Platz zum Schlafen. Doch jeden Morgen müssen sie die Einrichtung verlassen. Viele Betroffene, etwa mit psychischen Belastungen, mit Behinderungen oder ältere Frauen, brauchen indes einen geschützten Raum, um zur Ruhe zu kommen und sich für Hilfen zu öffnen. Die Leiterin der Mission, Bettina Spahn, hat ihn mit dem Angebot „Lavendel“ geschaffen - und erhält dafür den Ellen-Ammann-Preis des Katholischen Frauenbundes.

Die Pflege in Deutschland ist dringend reformbedürftig. Und so fordert auch der VDAB den Bund zum schnellen Handeln auf. Doch bevor wirklich Veränderungen vorgenommen werden, soll eine Bund-Länder-Kommission Vorschläge für die Sanierung des Systems vorlegen. „Sie muss mehr leisten als den Status quo zu verwalten“, sagt Geschäftsführer Thomas Knieling. Er fordert einen echten Kurswechsel auf allen Ebenen. Wie der aussehen müsste, schreibt er im Gastbeitrag für epd sozial.

Bürgergeldbezieher, deren Wohnung vor der Räumung steht, stehen unter Zeitdruck. Und doch kann von ihnen verlangt werden, dass sie beim Jobcenter vorab die Zusicherung zur Kostenübernahme ihres anstehenden Umzugs einholen, urteilte das Landessozialgericht Essen. Es reicht nicht, das Amt von der angekündigten Räumung in Kenntnis zu setzen. Die Kläger scheiterten mit ihrer Forderung, rund 1.400 Euro Umzugskosten bezahlt zu bekommen.

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Ihr Dirk Baas