Ihr wöchentlicher Branchendienst
Ausgabe 14/2025 - 04.04.2025
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Köln (epd). Nach zwei Jahren innovativer Zusammenarbeit ist das Projekt „PfAu - Pflegeauszubildende unterstützen“ zu Ende gegangen. IN VIA Köln habe als Träger gemeinsam mit mehreren Partnern „ein zukunftsweisendes Modell entwickelt, das Azubis eine individuelle Ausbildungsbegleitung biete“, heißt es in einer Mitteilung. Ziel ist der Initiative ist es, Ausbildungsabbrüche zu verhindern und die Fachkräfte von morgen auf ihrem Weg in den Beruf zu unterstützen. Wissenschaftlich begleitet wurde das Projekt durch die FOM Hochschule für Oekonomie & Management (Essen). Das Projekt läuft den Angaben nach zum 30. April aus, die weitere Zukunft ist noch unklar.
„Die Herausforderungen in der Pflegebranche sind bekannt: hoher Fachkräftemangel und wachsende Arbeitsbelastung. Gerade in der Ausbildung wird deutlich, dass die Pflegefachkräfte oft nicht die Unterstützung erhalten, die nötig ist. Unser Projekt ‚PfAu‘ setzt genau an dieser Stelle an“, erklärte Andrea Redding, Vorstandssprecherin von IN VIA Köln.
Rund 300 Auszubildende wurden nach ihren Worten seit dem 1. Mai 2023 nicht nur begleitet, sondern intensiv gecoacht. So konnte die Abbruchquote signifikant gesenkt werden. „Eine sozialpädagogische Begleitung sichert nicht nur den Ausbildungserfolg, sondern stärkt auch die Motivation der Nachwuchskräfte“, betonte Redding.
Christian Linnemann von der Caritas Pflegefachschule ergänzte: „Die Gründe für einen Abbruch haben oft wenig mit der Ausbildung an sich zu tun, sondern sind häufig privater Natur. Deshalb ist die Einzelfallberatung so wichtig.“
Im Rahmen von „PfAu“ wurde ein Handlungsleitfaden entwickelt, der wesentliche Voraussetzungen sowie Methoden zur Prävention von Ausbildungsabbrüchen zusammenfasst und Impulse für die notwendige Unterstützung von Pflegeauszubildenden liefert. Redding: „Die Ergebnisse des Projektes zeigen, wie wichtig eine individuelle Begleitung für den Ausbildungserfolg ist.“ Deshalb müsse man tragfähige Strukturen schaffen, die über Projektlaufzeiten hinaus Bestand haben.
Das Projekt „PfAu“ wurde durch das Land Nordrhein-Westfalen, die Europäische Union sowie die CaritasStiftung im Erzbistum Köln und den Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V. finanziert.