Ihr wöchentlicher Branchendienst
Ausgabe 14/2025 - 04.04.2025
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Berlin (epd). Nach Angaben des Deutschen Evangelischen Krankenhausverbandes (DEKV) stieg der Anteil der männlichen Auszubildenden in der Pflege 2024 um vier Prozent und setzte damit den Trend der Jahre 2020 bis 2022 fort. In dieser Zeit stieg der Anteil der männlichen Auszubildenden um 2,5 Prozent. „Damit liegt die Pflegeausbildung bei männlichen Auszubildenden auf Platz 4 der Ausbildungsberufe, nach Kraftfahrzeugmechaniker, Fachinformatiker und Elektroniker“, so der DEKV in einer Mitteilung vom 2. April, in der er auf Daten des Statistischen Bundesamtes verwies.
2024 waren demnach147.100 junge Menschen in der Pflegeausbildung, davon 38.400 Männer und 108.700 Frauen. 2023 waren es 146.900, davon 37.000 männlich, 109.900 weiblich. Davor habe sich ein ähnliches Verhältnis der Geschlechter gezeigt, doch vermischten sich zudem noch die alte und die neue generalistische Pflegeausbildung und auch die Corona-Pandemie beeinflusst die Zahlen in der Ausbildung.
„Pflege ist traditionell ein Beruf, der überwiegend von Frauen ergriffen wird. Auch heute liegt der Anteil an Pflegeauszubildenden weiblichen Geschlechts noch bei 73 Prozent. Wir begrüßen den Trend, dass sich mehr junge Männer für eine Ausbildung in der Pflege entscheiden“, sagte Vorsitzender Christoph Radbruch. Sie wählten einen zukunftssicheren Beruf, in dem es attraktive professionelle Entwicklungsmöglichkeiten gibt, beispielsweise die Fachweiterbildung zur Notfallpflege oder als Spezialist für die Versorgung chronischer Wunden.
Zum diesjährigen Boys’ Day am 3. April sagte der Vorsitzende weiter, Pflegefachkräfte seien die größte Berufsgruppe im Krankenhaus und arbeiten mit Ärzten und Therapeutinnen im interdisziplinären Team. In diesem Jahr wollte der Boys’ Day Jungen gezielt typisch weibliche Berufe näherbringen.