

Magdeburg (epd). Das Schutzschirmverfahren für die diakonischen Pfeifferschen Stiftungen in Magdeburg geht zum 1. April in ein Hauptverfahren über. Ziel des Insolvenzverfahrens in Eigenregie bleibe die wirtschaftliche Stabilisierung der Stiftungen und ihrer Einrichtungen, sagte die theologische Vorständin Ulrike Petermann am 7. März in Magdeburg. Es gehe darum, eine langfristige Perspektive für Mitarbeiter, Patienten und Bewohner zu sichern.
Insbesondere würden strategische Partnerschaften mit anderen Einrichtungen geprüft, sagte Entwicklungsvorstand Lars Timm. Dazu gebe es derzeit ein Bieterverfahren. Bis Mitte März werde man verbindliche Angebote von interessierten Partnern einholen. Die Entscheidung über den besten Partner werde mit dem Gläubigerausschuss vor dem Sommer getroffen und mit dem ausgewählten Partner verhandelt werden, hieß es. Mit dem Übergang ins Hauptverfahren soll auch das geplante Zukunftskonzept weitgehend fertig sein, sagte Timm weiter.
Die Pfeifferschen Stiftungen wurden 1889 gegründet. Mit rund 2.000 Mitarbeitern sind sie nach eigenen Angaben die größte sozialdiakonische Einrichtung in Sachsen-Anhalt. Neben dem Klinikum in Magdeburg-Cracau gehören unter anderem Pflege- und Wohnangebote für Senioren oder Werkstätten für Menschen mit Behinderungen zu der Einrichtung.
Anfang des Jahres wurde bekannt, dass die Einrichtung der evangelischen Diakonie vor großen finanziellen Problemen steht. Daher hatten die Stiftungen beantragt, ein Schutzschirmverfahren, also eine Insolvenz in Eigenregie, zu eröffnen. Am 20. Januar hat das Amtsgericht Magdeburg dem Antrag zugestimmt.