sozial-Branche

Sterbebegleitung

Innovationsprojekt für Palliativversorgung ab April



Potsdam (epd). In Brandenburg startet im April ein Modellprojekt mit vier palliativmedizinischen Tageskliniken. Die Einrichtungen in Potsdam, Rüdersdorf, Neuruppin und Eberswalde sollen schwerstkranken Menschen zur Seite stehen, bei denen keine Heilung mehr zu erwarten ist. Für das auf dreieinhalb Jahre angelegte Innovationsfondsprojekt „Seele“ würden vom Gemeinsamen Bundesausschuss rund 5,2 Millionen Euro Fördermittel bereitgestellt, teilte das Gesundheitsministerium am 7. März in Potsdam mit.

Der Gemeinsame Bundesausschuss ist nach eigenen Angaben das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung im deutschen Gesundheitswesen. Er wird von vier großen Selbstverwaltungsorganisationen im deutschen Gesundheitssystem gebildet. Die Trägerorganisationen sind die Kassenärztliche Bundesvereinigung, die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung, die Deutsche Krankenhausgesellschaft und der Spitzenverband Bund der Krankenkassen.

Mit den Tageskliniken soll in Brandenburg künftig die Lücke zwischen ambulanter und stationärer Palliativversorgung geschlossen werden, hieß es. Dort sollen Patientinnen und Patienten mit schweren Symptomen alle nötigen Therapien bedarfsgerecht und gebündelt angeboten bekommen, ohne stationär in einer Klinik aufgenommen oder spezialisiert ambulant behandelt werden zu müssen. Ziel sei insbesondere eine Entlastung von Betroffenen und Angehörigen in ländlichen Gegenden, weil lange Anfahrtswege für Untersuchungen und Therapien an verschiedenen Standorten damit entfallen sollen.