

Berlin (epd). Im Jahr 2021 sind 863 neue Stiftungen gegründet worden, 473 davon sind steuerbegünstigt. Das bedeute einen Zuwachs von 3,2 Prozent (2020: 2,8 Prozent), teilte der Bundesverband Deutscher Stiftungen am 5. Mai in Berlin mit. Damit gibt es den Angaben bundesweit jetzt 24.650 rechtsfähige Stiftungen bürgerlichen Rechts.
Generalsekretärin Kirsten Hommelhoff sagte, es seien im Vorjahr so viele Stiftungen gegründet worden wie seit zehn Jahren nicht mehr. Die hätten schnell und zupackend reagiert und auch den Flüchtlingen aus der Ukraine „effektiv und unkompliziert geholfen - vor Ort genauso wie hier in Deutschland. Sie haben bewiesen, dass sie unsere Gesellschaft besser und menschlicher machen können.“
Mit Blick auf das Stiftungswachstum ist Hessen mit 9,9 Prozent der Spitzenreiter unter den Bundesländern, gefolgt von Brandenburg mit 7,8 Prozent und Rheinland-Pfalz mit 6,0 Prozent. Die meisten Stiftungen gibt es in Nordrhein-Westfalen (4.795).
Allerdings bleibt Hamburg weiterhin das Bundesland mit den meisten Stiftungen im Verhältnis zur Zahl der dort lebenden Menschen: Pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner existieren 79 Stiftungen. Die geringste Stiftungsdichte haben zwei ostdeutsche Bundesländer: Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern mit jeweils 11 Stiftungen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Spitzenreiter unter den Großstädten