Saarbrücken (epd). Die Landesmedienanstalt Saarland (LMS) hat die Ausschreibung für die Stelle des künftigen Direktors oder der künftigen Direktorin veröffentlicht. Bewerbungsschluss ist am 17. August dieses Jahres, der LMS Medienrat wählt die jeweilige Person und der Beginn der Tätigkeit ist am 1. Mai 2027, wie es in der Stellenausschreibung heißt. Zu den Aufgaben gehören demnach unter anderem die Führung der laufenden Geschäfte, die Vorbereitung des Wirtschaftsplans und des Jahresabschlusses sowie die gesetzliche Vertretung der LMS.
Nachdem der Landtag, in dem die SPD die Mehrheit hat, am 20. Mai Änderungen im Saarländischen Medienrecht beschlossen hatte, darf sich die amtierende Direktorin Ruth Meyer nicht erneut bewerben. Denn künftig muss die Direktorin oder der Direktor die Befähigung zum Richteramt und Kenntnisse im Medienrecht haben. Die seit 2020 amtierende Chefin und frühere CDU-Politikerin Meyer ist keine Juristin. CDU- und AfD-Fraktion hatten gegen das Gesetz gestimmt. Während der ersten Lesung des Gesetzes hatte die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) die Änderung damit begründet, dass die Landesmedienanstalt zunehmend eine rechtsanwendende Behörde geworden sei. Regelungen würden komplexer und seien häufiger im europarechtlichen Kontext zu sehen.
Neue stellvertretende Direktorin im Amt
Der Medienrat der LMS hat zudem beschlossen, Ina Goedert-Thielen zur stellvertretenden Direktorin der LMS zu bestellen, wie die Landesmedienanstalt in Saarbrücken mitteilte. Ihre Amtszeit hat bereits am Freitag begonnen. Seit März 2024 war sie zusammen mit Petra Wolf-Müller Interimsvertretung für Jörg Ukrow, der als stellvertretender Direktor zur Medienanstalt Rheinland-Pfalz gewechselt war.
