Düsseldorf (epd). Erstmals seit 2022 ist die Bevölkerungszahl in Nordrhein-Westfalen wieder unter die Marke von 18 Millionen gefallen. Ende 2025 lebten im bevölkerungsreichsten Bundesland 17.986.214 Menschen, wie die statistische Landesbehörde IT.NRW am 16. Juni in Düsseldorf mitteilte. Im Vergleich zum Jahr davor war die Bevölkerungszahl um 48.240 oder 0,3 Prozent niedriger (2024: 18.034.454).
Als Gründe führen die Statistiker zurückgehende Geburtenzahlen an. Für das Jahr 2025 sei hier ein Defizit von 70.762 Personen ermittelt worden, erklärte Kerstin Ströker, Leiterin des Bereichs Bevölkerung, Wahlen und Soziales bei der Landesbehörde. „Das bedeutet, dass wie in den Vorjahren mehr Menschen starben als Kinder geboren wurden.“ Das habe dazu geführt, dass trotz eines positiven Wanderungssaldos mit 22.601 mehr Zu- als Fortzügen die Bevölkerungszahl unter 18 Millionen ist.
Köln bleibt bevölkerungsreichste Stadt in NRW
Im Ranking der größten Städte Nordrhein-Westfalens ergaben sich demnach im Vergleich zum Vorjahr keine Veränderungen: Die größte Stadt bleibt Köln mit über einer Million (1.025.523) Einwohnerinnen und Einwohnern, gefolgt von Düsseldorf (619.444), Dortmund (600.880) und Essen (573.618). Kleinste Gemeinde in NRW ist weiterhin die Stadt Hallenberg im Hochsauerlandkreis mit einer Einwohnerzahl von 4.272. Danach kommen die Gemeinde Dahlem in der Eifel (4.438) und die Stadt Heimbach im Kreis Düren (4.467).
Die rheinische Gemeinde Gangelt an der deutsch-niederländischen Grenze verzeichnete 2025 den größten prozentualen Bevölkerungszuwachs, wie es weiter hieß. Dort stieg die Einwohnerzahl um 1,1 Prozent oder 151 Personen auf 13.561. Insgesamt konnten 85 Gemeinden in NRW im vergangenen Jahr einen Bevölkerungszuwachs verzeichnen. Einen deutlichen Rückgang der Bevölkerung gab es dagegen in den Gemeinden Nettersheim im Kreis Euskirchen (minus 7,7 Prozent auf 8.216) und Möhnesee an der Soester Börde (minus 7,0 Prozent auf 10.483).
Die Daten stammen den Angaben zufolge aus der Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis des letzten Zensus von 2022. Bei der Berechnung der Bevölkerungsentwicklung flossen auch Korrekturen mit ein, die von den Kommunen erst nach Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden, wie das Landesamt erklärte.

