Ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie ist am 13. März mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Kieler Nikolaikirche der Opfer gedacht worden. Die Pandemie habe viele Menschen sowohl privat als auch beruflich sehr gefordert, sagte Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt. Das habe jeden Einzelnen und die Gesellschaft sehr belastet. Vielen Menschen sei zudem der Abschied von einem geliebten Mensch "ganz verwehrt" geblieben.

Fast 1.400 Menschen seien bisher in Schleswig-Holstein im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung gestorben, sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU). Die Kirchen hätten in den vergangenen Monaten Gelegenheit gegeben, an die Menschen zu denken, denen Schlimmes widerfahren sei. Dabei denke er auch an "unglaublich viele Menschen", die durch ihren Einsatz für Corona-Erkrankte in diesem Jahr "über sich hinausgewachsen" seien. Der rettende Wirkstoff sei da, "das gibt uns Hoffnung".

Interreligiöses Gedenken

Der Gottesdienst wurde per Livestream im Internet übertragen. Er war der zweite von drei Gedenkgottesdiensten im Norden: Bereits am 12. März war im Schweriner Dom der Pandemie-Opfer gedacht worden. Mit einer Gedenkfeier auf dem Ohlsdorfer Friedhof erinnerten am 14. März Kirchen und Religionsgemeinschaften am 14. März auch an die Opfer der Corona-Pandemie in Hamburg. In christlichen Fürbitten, jüdischen und muslimischen Totengebeten sowie einer buddhistischen Meditation wurde gemeinsam getrauert und gebetet. Dazu wurden weiße Blumen niedergelegt. Seit März 2020 starben 1.328 Menschen in Hamburg in Zusammenhang mit dem Covid-19-Virus. Jeder Tod sei wie ein Riss im Leben, sagte Bischöfin Kirsten Fehrs.