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Andrea Piro führt interimsweise die AWO Wiesbaden



Die von einem Finanzskandal geplagte Arbeiterwohlfahrt Wiesbaden (AWO) hat eine neue Leitung: Bis eine endgültige Geschäftsführung bestimmt worden ist, leitet Andrea Piro, eine promovierte Betriebswirtin, die Geschäfte.

Andrea Piro (57), promovierte Betriebswirtin, führt übergangsweise die Geschäfte der Arbeiterwohlfahrt Wiesbaden. Sie soll so lange im Amt bleiben, bis eine neue hauptamtliche Geschäftsführung bestimmt worden ist, teilte der Vorstand der Organisation mit. Piro ist seit gut 25 Jahren im Gesundheits- und Sozialbereich tätig.

Nach ihrem Studium an der Universität des Saarlandes war sie zunächst wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachgebiet für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre.

Seit 1993 ist sie im Gesundheitswesen tätig, und zwar in Führungspositionen im Finanzressort großer Krankenhäuser, zunächst als Finanzdezernentin am Universitätsklinikum des Saarlandes (bis Dezember 2004), später als Leiterin Finanzen und Controlling der Klinikum Saarbrücken gGmbH und ihrer Tochtergesellschaften (bis September 2009), zuletzt am Universitätsklinikum Heidelberg (bis Juni 2014). Piro führte die Finanzressorts großer Krankenhäuser und kümmerte sich später um die Beratung von Gesundheits- und Sozialeinrichtungen.

Sie löst den bisherigen Geschäftsführer Murat Burcu ab, der zuletzt bereits freigestellt war. Ihm wurde im Zuge des AWO-Skandals gekündigt. Hintergrund sind Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen mehrere frühere Führungskräfte der AWO.