sozial-Politik

Integration

Berlin plant neues Konzept für Flüchtlinge



Der Berliner Senat will im Frühjahr 2018 einen neuen Plan zur Flüchtlingsintegration vorlegen. Geplant sei, ein Gesamtkonzept zur Partizipation und Integration Geflüchteter, sagte Berlins Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) dem Evangelischen Pressedienst (epd). Beteiligt seien daran auch andere Senatsverwaltungen und Bezirke. Schwerpunktmäßig gehe es um den Zugang zu Arbeit und Ausbildung für Geflüchtete, die schulische Betreuung sowie die gesundheitliche Versorgung.

In das neue Partizipations- und Integrationskonzept solle auch die Arbeit der Wohlfahrtsverbände sowie privater Flüchtlingsunterstützer und -initiativen einfließen. "Wir wollen am Ende ein Gesamtkonzept zur Unterstützung geflüchteter Menschen haben. Ziel ist, dass Geflüchtete ganz normale Berlinerinnen und Berliner werden und sich hier ein eigenständiges Leben aufbauen können", sagte Breitenbach.

Eine wichtige Voraussetzung sei dafür eine eigene Wohnung. Breitenbach verwies darauf, dass das Land Berlin über die bislang geplanten Tempohomes keine weiten Containerunterkünfte kaufen und bauen lassen wolle. Stattdessen werde der rot-rot-grüne Senat 30 sogenannte MUF`s (Modulare Unterkünfte für Flüchtlinge in Plattenbauweise) errichten, in denen rund 12.000 Menschen unterkommen könnten. Diese Unterkünfte in Wohnungs- und Appartementstruktur sollen nach rund drei Jahren auch von anderen Berlinerinnen und Berlinern bezogen werden können.


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