Ausgabe 17/2016 - 29.04.2016
Martin Hein, Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, ist neuer Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung Diakonie Hessen. In ihrer konstituierenden Sitzung am 26. April wählten die Mitglieder des dreizehnköpfigen Kuratoriums den Theologen an ihre Spitze. Er tritt die Nachfolge des ehemaligen Kirchenpräsidenten Peter Steinacker an, der im Frühjahr 2015 verstorben ist. Den stellvertretenden Vorsitz übernimmt Wolfgang Gern, der noch bis Ende April 2016 den Vorstandsvorsitz der Diakonie Hessen innehat. Dem Kuratorium gehören unter anderem Landtagspräsident Norbert Kartmann sowie die ehemaligen Staatsminister Karl-Peter Bruch, Armin Clauss und Jens Goebel an. Auch der ehemalige Bundesminister Hans Eichel gehört dem Gremium an. Die Stiftung wurde 2005 mit einem Kapital von 250.000 Euro in Hessen und Nassau gegründet und 2013 auf das Gebiet von Kurhessen-Waldeck ausgeweitet. Das aktuelle Stiftungskapital beläuft sich auf 7,22 Mio.
Volker Beck (55), Politiker der Grünen, behält sein Amt als religionspolitischer Sprecher seiner Fraktion im Bundestag. Nach Mitteilung der Partein soll er auch für Migrationspolitik zuständig sein und erneut für den Vorsitz der Deutsch-Israelischen Parlamentariergruppe vorgeschlagen werden. Nach dem Drogenfund, der Anfang März für Schlagzeilen sorgte, verliert Beck aber sein Amt als innenpolitischer Sprecher der Fraktion. Nachfolgerin auf diesem Posten wird den Angaben zufolge Irene Mihalic (39). Die Bundestagsabgeordnete aus Gelsenkirchen gehört dem Innenausschuss des Parlaments an. Beck hatte Anfang März zunächst erklärt, seine Ämter zur Verfügung zu stellen, nachdem die Polizei Drogen bei ihm gefunden hatte. Vor zwei Wochen nutzte Beck seinen ersten öffentlichen Auftritt nach dem Vorfall für eine Entschuldigung. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor die Ermittlungen gegen eine Geldbuße von 7.000 Euro eingestellt.
Irene Alt (58), rheinland-pfälzische Integrationsministerin (Grüne), wird in der kommenden Legislaturperiode nicht mehr der Landesregierung angehören. Am 22. April kündigte sie an, dass sie nicht für eine weitere Amtszeit zur Verfügung stehe. Zu den Motiven der Entscheidung machte sie keine Angaben: "Die Gründe, nicht wieder anzutreten, sind persönlicher Natur und sollen auch im privaten Bereich bleiben." Als Nachfolgerin an der Spitze des Ministeriums brachte Alt die bisherige Grünen-Landtagsabgeordnete Anne Spiegel ins Gespräch. Die Entscheidung darüber liege jedoch bei ihrer Partei. Alt war vor ihrer Ernennung zur Ministerium 2011 Kreisbeigeordnete im Landkreis Mainz-Bingen und dort für Jugend, Soziales und Integrationspolitik zuständig.
Andreas Wenderoth, freier Journalist, hat den Journalistenpreis "Demenz" der Diakonie Neuendettelsau gewonnen. Er erhielt die Auszeichung, die mit insgesamt 10.000 Euro dotiert ist, für seinen Beitrag "Ein halber Held", der im Magazin GEO erschienen ist. Die Beschreibung des Themas Demenz aus persönlicher Betroffenheit ist nicht ungewöhnlich. Wie jedoch der Autor seine journalistische Auseinandersetzung mit der Krankheit seines Vaters stilsicher gestalte und in Worte setze, sei außergewöhnlich, meinte die Jury in ihrer Begründung: "Ein halber Held ist ein hervorragendes Stück literarischen Journalismus, sagte die Jury. Der zweite Preis ging an Andrea Lindner vom Bayerischen Rundfunk für ihren Beitrag "Wenn das Gehirn zum Sieb wird". Dritter Sieger wurde Astrid Viciano von der Süddeutsche Zeitung. Ihr Text "Schämt euch nicht" erschien im Magazin stern-VIVA. Schließlich ging ein Sonderpreis an Carolin Strohbehn. Sie verfasste den Artikel "Heile Welt hinter Mauern", der in der Wochenzeitung des Bistums Trier "Paulinus" publiziert wurde.
Eckart von Hirschhausen, TV-Moderator und Arzt, hat bessere Bedingungen für die Pflege gefordert. Er war für seine Sendung einen Tag lang mit einer Pflegekraft des Diakonischen Werkes in Bonn unterwegs. Um 5.30 Uhr startete der Prominente in die Schicht und packte auch selbst mit an. Vor allem den Zeitdruck habe er als anstrengend empfunden, sagte der TV-Mann: Jetzt habe er "noch mehr Respekt vor allen Pflegenden, die rund um die Uhr da sind." Hirschhausen hatte Pflegefachkraft Kathrin Ketzer auf ihrer Tour begleitet. Der daraus entstandene Film soll am 2. Juni in der ARD-Sendung "Hirschhausens Quiz des Menschen" ausgestrahlt werden.
Peter Ringwald, Diakon und ehemals in leitender Funktion bei der Evangelischen Gesellschaft (eva), wird am 1. Mai 80 Jahre alt. Er war über 35 Jahre im Dienst des diakonischen Trägers, unter anderem als Leiter der Jugendhilfe, Personalvorstand, Fachvorstand der Wohnungslosenhilfe sowie als Stellvertreter des Vorstandsvorsitzenden. Nach seiner Pensionierung 1999 blieb er der eva zunächst als Referent für das Personalwesen verbunden. Er gestaltete Einführungstage für neue Mitarbeitende und hat ungezählte Besuchergruppen über die Arbeit der eva informiert. Ringwald hält heute noch Kontakt zu früheren Mitarbeitenden und organisierte bis jetzt die jährlichen Ruheständler-Treffen, besucht Kranke und Jubilare und hält Nachrufe für Verstorbene.