Bonn (epd). Der Sportbeauftragte der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Stefan Oster, betrachtet die Fußball-Weltmeisterschaft als weltweit verbindendes Ereignis. „Gerade in einer Zeit, die von Kriegen, gesellschaftlichen Spannungen und wachsender Polarisierung geprägt ist, kann der Sport Räume der Begegnung öffnen und Brücken über Grenzen, Sprachen und Kulturen hinweg bauen“, sagte Oster zum Auftakt der WM am 11. Juni.

Dass die Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada ausgetragen wird, mache sichtbar, wie sehr der Fußball Menschen unterschiedlicher Herkunft, Prägung und Lebenswirklichkeit zusammenführen könne, fügte Oster hinzu. Das Turnier in den drei Ländern biete die Chance, die Vielfalt Nordamerikas zu sehen.

Teilhabe aller Menschen gefordert

Gleichzeitig werfe ein solches Massensportevent Fragen zu sozialer Gerechtigkeit, Teilhabe und dem Umgang mit Ressourcen auf, erklärte der Passauer Bischof. Der Fußball dürfe nicht auf wirtschaftliche Interessen reduziert werden: „Die glaubwürdige Kraft des Sports zeigt sich dort, wo der Mensch im Mittelpunkt steht: die Sportler, die Fans, die vielen Helferinnen und Helfer - vor allem auch jene, die am Rand stehen oder wenig Teilhabe erfahren.“ Die WM dauert bis zum 19. Juli.