Frankfurt a.M. (epd). Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Kirsten Fehrs, hat sich besorgt über die Festnahme der palästinensischen Christin Natalie Abudayyeh geäußert. Die 21-Jährige sei Anfang der Woche gemeinsam mit weiteren jungen Frauen vom israelischen Militär in ihrer Studentinnenwohnung festgenommen worden, erklärte Fehrs am 6. Juni auf Instagram. „Nach allem, was wir wissen, ist für ihre Familie bis heute nicht nachvollziehbar, was ihr konkret vorgeworfen wird, wo genau sie festgehalten wird und wie es ihr geht.“
Für sie sei das „unvorstellbar in einem Rechtsstaat“, ergänzte Fehrs. Bei allen politischen Konflikten und dem Schmerz in Israel und den palästinensischen Gebieten dürfe der einzelne Mensch nicht aus dem Blick verloren werden.
Solidarität mit Frauen in Israel und Palästina
Gerade junge Frauen trügen in Konflikten oft eine besondere Last, schrieb die EKD-Ratsvorsitzende: „Deshalb gilt Natalie heute meine Solidarität - und mit ihr vielen jungen Frauen in Israel und Palästina, die sich nach Sicherheit, Freiheit und einer Zukunft in Frieden sehnen.“
Zuvor hatte bereits der EKD-Auslandsbischof Frank Kopania auf die Festnahme reagiert. Wie Kopania unter Berufung auf Angaben der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land mitteilte, wurde Abudayyehau am 2. Juni gemeinsam mit drei weiteren Frauen in Birzeit im Westjordanland festgenommen. Dort habe sie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert.
