München (epd). In ganz Deutschland stehen rund 44.300 Kirchen. Davon entfallen laut Statistik der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die sich auf Zahlen von 2022 stützt, exakt 20.361 Gotteshäuser auf protestantische Gemeinden. Die Deutsche Bischofskonferenz gibt auf Anfrage des Evangelischen Pressediensts (epd) die Zahl der katholischen Kirchen zu Ende 2025 mit knapp 24.000 an.

Von diesen Gotteshäusern sind auf evangelischer Seite 16.850 denkmalgeschützt, das entspricht einem Anteil von 82,8 Prozent. Bei den katholischen Geschwistern stehen sogar 95 Prozent, also 22.800 Kirchen, unter Denkmalschutz.

Die EKD listet außerdem 3.143 Gemeindezentren mit integriertem Sakralraum auf. Weil diese Gebäude zu drei Vierteln nach 1945 gebaut wurden, sind nur 402 (12,8 Prozent) davon denkmalgeschützt. Anders sieht es auf katholischer Seite aus: Insgesamt besitze man neben den Kirchen bundesweit weitere 37.200 denkmalgeschützte Immobilien, teilt die Bischofskonferenz mit. Das könnten Klosteranlagen, aber auch ältere Pfarrhäuser oder Bürogebäude sein. Hinzu kämen noch 887 denkmalgeschützte Friedhöfe.

1.165 Kirchen seit 1990 aufgegeben

Die Kosten für den Erhalt dieser Gebäude sind hoch und sie belasten die kirchlichen Haushalte zunehmend. Prognosen zufolge wird es deshalb in 30 Jahren aufgrund von Mitgliederrückgang und sinkenden Einnahmen deutlich weniger sakral genutzte Kirchen in Deutschland geben. Schon in den vergangenen Jahren wurden Gotteshäuser aufgegeben: Die EKD beziffert die Zahl auf 514 Kirchen seit 1990. Davon seien 386 verkauft und 128 abgerissen worden. Etwas höher liegen die Zahlen bei der katholischen Kirche: Bundesweit ist laut Bischofskonferenz bei 651 Sakralgebäuden die liturgische Nutzung beendet worden.

Die Evangelische Kirche in Deutschland besteht aus 20 selbstständigen Gliedkirchen, die katholische Kirche gliedert sich bundesweit in 27 eigenständige Bistümer.