Berlin (epd). Zur Eindämmung der hochansteckenden Omikron-Variante des Coronavirus wird es nach Weihnachten auch für Geimpfte und Genesene deutliche Kontaktbeschränkungen geben. Sie sollen spätestens ab dem 28. Dezember gelten. Für die Weihnachtsfeiertage setzen Bund und Länder hingegen auf das Verantwortungsbewusstsein der Bürgerinnen und Bürger. So wird dazu geraten, mit möglichst wenigen Menschen zu feiern, Abstand zu halten, zu lüften und vor einem Treffen einen Test zu machen. Die Beschlüsse im Einzelnen:

KONTAKTBESCHRÄNKUNGEN

Aktuell gelten weitreichende Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte: Sie müssen sich testen lassen, bevor sie zur Arbeit gehen oder Bus und Bahn nutzen. In viele Geschäfte kommen sie nicht mehr rein, und bei privaten Treffen dürfen sie sich nur mit höchstens zwei Personen aus einem anderen Haushalt treffen. Nach Weihnachten kommen auch für Geimpfte und von Covid-19 Genesenen weitere Beschränkungen hinzu: Sie dürfen privat dann nur noch mit maximal zehn Personen zusammenkommen. Kinder im Alter von bis zu 14 Jahren werden nicht mitgezählt. Zudem wird empfohlen, sich vor privaten Treffen zu testen.

KEINE FUSSBALLSPIELE MIT FANS, KEINE PARTYS UND KEIN FEUERWERK

Es sei nicht die Zeit für Partys, sagt Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Clubs und Discos werden bis auf Weiteres geschlossen. Überregionale Veranstaltungen wie Fußballspiele wird es mit Publikum nicht mehr geben. An Silvester und Neujahr sind Versammlungen von Menschen verboten. Der Verkauf von Raketen und Böllern wird wie im vergangenen Jahr verboten. Grund ist die hohe Verletzungsgefahr und die Befürchtung, dass Krankenhäuser dadurch zusätzlich belastet werden.

GOTTESDIENSTE ZU WEIHNACHTEN

Da die von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen erst nach Weihnachten gelten sollen, ergeben sich daraus für die Gottesdienste an den Festtagen keine Konsequenzen. Wie die Vespern und Gottesdienste stattfinden, ist aber je nach Bundesland, Region und Infektionsgeschehen unterschiedlich. Die Kirchengemeinden entscheiden in der Regel selbst, unter welchen Bedingungen sie die Feiern abhalten. Mancherorts gibt es Freiluftandachten. Auch die 2G-Regel - Zutritt nur für Geimpfte und Genesene - oder 3G - Zutritt auch mit tagesaktuellem Test - werden von einigen Gemeinden angewendet.

IMPFKAMPAGNE

Bund und Länder sind zuversichtlich, dass das gesteckte Ziel, bis Jahresende 30 Millionen Impfungen, vor allem zur Auffrischung, erreicht wird. Dafür soll auch über die Feiertage weiter geimpft werden. Bis Ende Januar sollen weitere 30 Millionen Impfungen verabreicht werden. Zudem sollen die Impfangebote für Kinder nach der Zulassung des Biontech-Vakzins auch für Fünf- bis Elfjährige ausgeweitet werden.