Rothenburg o.d.T. (epd). Das evangelische Gustav-Adolf-Werk hat einen neuen Präsidenten: Mit 45 von 47 Stimmen wurde der Bevollmächtigte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union (EU), Prälat Martin Dutzmann, am 21. September in Rothenburg ob der Tauber zum Chef des EKD-Diasporawerks gewählt, wie die Organisation mitteilte. Dutzmann folgt auf Gabriele Wulz, die das Amt seit 2015 innehatte und nicht mehr kandidiert hatte.

Dutzmann dankte den Mitgliedern der Vertreterversammlung für das in ihn mit der Wahl gesetzte Vertrauen und sagte laut Mitteilung, er freue sich „sehr auf die Zusammenarbeit mit dem Vorstand, den Hauptgruppen und den Partnerkirchen“. Er sei davon überzeugt, dass die Partnerschaften des Gustav-Adolf-Werkes „in den nächsten Jahren immer wichtiger werden“ - auch die EKD-Gliedkirchen würden immer kleiner und könnten dann von der Diaspora-Erfahrung der Partnerkirchen profitieren.

Weltweite Verantwortung

Ebenfalls mit großer Mehrheit wiedergewählt wurden folgende Vorstandsmitglieder: der Propst des Propstsprengels Halle-Wittenberg, Johann Schneider, als Vize-Vorsitzender, Hans-Henning von Bischofshausen als Schatzmeister, Stephan Gatz als Justiziar sowie Beisitzer Hartmut Giesecke von Bergh. Die neu gewählten und ausscheidenden Vorstandsmitglieder wurden nach der Wahl in einem Gottesdienst in der Rothenburger Kirche St. Jakob offiziell eingeführt und verabschiedet.

Bei der Vertreterversammlung des Gustav-Adolf-Werkes standen neben der Wahl auch Beschlüsse über Projekte für das kommende Jahr an. Thematische Schwerpunkte waren Diaspora als Normalfall der Kirche, weltweite Verantwortung und Diakonie.