Ihr wöchentlicher Branchendienst
Ausgabe 26/2025 - 27.06.2025
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Berlin (epd). Da geht eine Epoche zu Ende: Doris Pfeiffer (65) verlässt die Spitze des GKV-Spitzenverbandes und tritt in den Ruhestand. 2007 wurde sie vom Verwaltungsrat zur Gründungsvorstandsvorsitzenden gewählt und führte den Verband bis jetzt. Die Organisation vertritt seit dem 1. Juli 2008 alle gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen mit ihren rund 75 Millionen Versicherten.
Die gebürtige Dürenerin studierte Volkswirtschaftslehre und promovierte über ein Thema zur Alterssicherung. Der Vorsitzende des Verwaltungsrates des GKV-Spitzenverbandes, Uwe Klemens, sagte, Pfeiffer habe „die Geschicke dieses Verbandes und damit die Zukunft der gesetzlichen Kranken- und sozialen Pflegeversicherung in Deutschland über viele Jahre hinweg wesentlich mitgeprägt“. Ihre außerordentliche Leistung und ihr unermüdliches Engagement seien beispielhaft und verdienten höchste Anerkennung.
In ihrer Rede skizzierte Stefanie Stoff-Ahnis, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, auch die beeindruckende Aufbauleistung von Pfeiffer, wie sie als „Mitarbeiterin Nr. 1“ aus ein paar Zeilen im Gesetz eine der prägenden Institutionen des deutschen Gesundheitswesens geformt hat: „Im Namen des gesamten Vorstandes, im Namen der Kolleginnen und Kollegen, sage ich von Herzen Danke. Danke für 18 Jahre engagierte Führung, unermüdlichen Einsatz, sozialpolitische Orientierung und Weitblick.“
Am 1. Juli tritt Oliver Blatt die Nachfolge von Doris Pfeiffer als neuer Vorstandsvorsitzender an. Am 28. November 2024 war er vom Verwaltungsrat des GKV-Spitzenverbandes gewählt worden. Seine Amtsperiode endet am 30. Juni 2031. Blatt war zuletzt Stellvertreter des Vorstandes des Verbandes der Ersatzkassen (vdek) und Leiter der Abteilung Gesundheit beim vdek.
Blatt ist in zahlreichen Entscheidungsgremien der Selbstverwaltung vertreten, etwa dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA), dem Qualitätsausschuss Pflege und der Nationalen Präventionskonferenz. Zudem engagiert er sich als Vizepräsident der Bundesvereinigung für Prävention und Gesundheitsförderung auch ehrenamtlich.