Ihr wöchentlicher Branchendienst
Ausgabe 24/2025 - 13.06.2025
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Frankfurt a.M. (epd). In Hessen startet ein Pilotprojekt zur besseren Versorgung von Menschen mit chronischen und schwer heilenden Wunden. Die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) und die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen haben dazu eine Vereinbarung abgeschlossen. Das Pilotprojekt solle Patientinnen und Patienten zunächst in den kommenden drei Jahren ermöglichen, sich in ihrer gewohnten häuslichen Umgebung durch spezialisierte ambulante Pflegedienste versorgen zu lassen, heißt es in einer Mitteilung. Dadurch könnten auch für die Betroffenen oft belastende Krankenhausaufenthalte vermieden werden.
„Die Versorgung von chronischen und schwer heilenden Wunden stellt insbesondere für ambulante Pflegedienste eine besondere Herausforderung dar. Das Pilotprojekt soll deshalb die dann spezialisierten ambulanten Pflegedienste der Liga der freien Wohlfahrtspflege bei der Vernetzungsarbeit unterstützen, um die hochspezialisierte Wundversorgung in Hessen flächendeckend anbieten zu können“, erklärte Claudia Ackermann, Leiterin der vdek-Landesvertretung Hessen stellvertretend für die GKV.
Michael Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Liga Hessen und Vorsitzender des Liga-Arbeitskreises „Pflege” sagte: “Durch das Erlangen einer zusätzlichen Qualifikation der Fachkräfte werden unsere Patientinnen und Patienten ein hohes Maß an Kompetenz und Sicherheit in der Versorgung erfahren."
Sie bekommen künftig in ihrem häuslichen Umfeld eine hochspezialisierte und kontinuierliche Wundversorgung. Dafür werden nun besonders qualifizierte Pflegefachkräfte eingesetzt, die regelmäßig über die neusten Erkenntnisse in der Wundversorgung und -heilung weitergebildet werden. Gleichzeitig soll das Pilotprojekt den engeren Austausch zwischen ärztlichem Fachpersonal und den spezialisierten Pflegekräften der ambulanten Dienste fördern, um eine ganzheitliche Versorgung der Patienten und Patienten zu gewährleisten.