

Freitag, 13. März 2020: Vorerst ein letztes Mal gehen in Deutschland Kinder und Jugendliche in die Schule oder in die Kita. Dann beginnt die Zeit der coronabedingten Schließungen, das öffentliche Leben kommt zum Erliegen, um die Pandemie einzudämmen. Heute weiß man, dass diese rigiden Maßnahmen bei einem Teil der Jungen und Mädchen gravierende Folgen hinterlassen haben. Ärzte und Kinderschutzbund mahnen Therapieplätze und eine politische Reaktion an. „Corona ist für viele Kinder und Jugendliche noch nicht wirklich vorbei. Nach wie vor haben sie mit den Konsequenzen aus der Pandemie zu leben, etwa bei Bildungsmöglichkeiten und Lernrückständen“, sagt Jugendforscherin Sabine Andresen im Interview mit epd sozial.
Nach Ansicht des Internationalen Bundes (IB) hat die andauernde Migrationsdebatte den falschen Fokus: Es gehe dabei zu viel um Aus- und Zurückweisung von Geflüchteten, sagt Petra Merkel, die Präsidentin des Trägers der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit, im Interview mit epd sozial. Sie betont: „Eine Debatte, die sich ausschließlich auf Abschiebung und Abschottung konzentriert, führt nicht zu Lösungen.“ Stattdessen brauche es eine Politik, „die Integration, Prävention und konsequente Rechtsdurchsetzung gleichermaßen umsetzt“.
Die Arbeit der Tafeln wandelt sich rapide, auch, weil der Einzelhandel immer weniger Lebensmittel bereitstellt - eine Folge besserer Kalkulation. Das Augenmerk der Tafeln richtet sich deshalb vermehrt auf die Hersteller. Doch deren Überschüsse füllen nicht selten ganze Lastwagen. Also werden bis zur weiteren Verteilung zusätzliche Lagerkapazitäten gebraucht. Niedersachsen hat gerade zwei neue Verteilzentren geschaffen. Ein Besuch vor Ort. Derweil wachsen die rechtlichen und logistischen Anforderungen an die Tafeln. Und das Ziel, überall gleiche Qualitätsstandards einzuhalten, erfordert gezielte Fort- und Weiterbildung. Die übernimmt die Tafel-Akademie. Deren Leiter Marco Koppe spricht im Interview mit epd sozial darüber, welche Kursangebote die Tafel-Arbeit besser machen.
Aufwandspauschalen, die Ehrenamtler von gemeinnützigen Vereinen zum Beispiel für Fahrtkosten oder Verpflegung bekommen, sind laut einem Gerichtsurteil kein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsentgelt. Das gilt auch dann, wenn sie über der jährlichen steuer- und abgabenfreien Ehrenamtspauschale liegt, urteilte das Hessische Landessozialgericht in Darmstadt.
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Ihr Dirk Baas