Saarbrücken (epd). Insgesamt 110.000 Menschen haben nach Veranstalterangaben die Sport- und Veranstaltungsstätten der Nationalen Spiele der Special Olympics in diesem Jahr im Saarland besucht. Darunter seien auch die 4.300 Athletinnen und Athleten, betonte die Geschäftsleiterin Programm-Managament der Special Olympics Deutschland (SOD), Wiebke Linnemann-Schweizerhof, am 20. Juni in Saarbrücken. Auch hätten über 9.500 Schülerinnen und Schüler inklusive Betreuungspersonal die Spiele vor Ort erlebt. Die sechstägigen Nationalen Spiele endeten am 20. Juni in Saarbrücken.
„Inklusion funktioniert, wenn wir Menschen abholen, Berührungsängste abbauen und Begegnungen schaffen“, betonte Linnemann-Schweizerhof. Bei den Special Olympics treten Menschen mit geistigen Behinderungen an. Die Athletinnen und Athleten konnten sich in 27 Sportarten an 23 Sportstätten im Saarland und im französischen Forbach messen. Die Nationalen Spiele dienen auch der Qualifikation für die Weltspiele im kommenden Jahr in Santiago de Chile.
Spiele kein Schlusspunkt für Inklusion im Sport im Saarland
Die SOD-Präsidentin Christiane Krajewski unterstrich die „verbindende Kraft des Sportes“. „Unsere Sportlerinnen und Sportler sind stark, sie sind resilient, sie geben mutig ihr Bestes und mit ihrer Haltung sind sie Vorbild für unsere Gesellschaft.“ Für den saarländischen Athleten Tim Theobald waren die Spiele in seinem Heimatbundesland „ein besonderes Erlebnis“. Die Sportlerinnen und Sportler hätten „sich richtig gefreut, egal welche Platzierung sie bekommen haben“.
Die Spiele im Saarland sind laut Sportminister Reinhold Jost (SPD) „kein Schlusspunkt, sondern sie sind ein Trittstein hinsichtlich des Themas der Inklusion im Sport“. Das Bundesland habe mehr als zehn Millionen Euro in Sportstätten investiert, damit die nachhaltige Nutzung weitergehen könne. „Wir haben mit Blick auf das, was wir als Anspruch hatten, unser Sommermärchen erfüllt“, erklärte er.
Jost: Saarland zeigt mit den Nationalen Spielen Haltung
Zudem habe das Saarland Haltung gezeigt, in einer Zeit, in der Menschen andere auseinanderdividieren und aussortieren wollten, betonte er. Menschen mit geistigen Behinderungen seien anders, aber auch „besonders wertvoll“. „Wir lassen nie wieder zu, dass diese Menschen aussortiert werden“, sagte Jost.

