Ihr wöchentlicher Branchendienst
Ausgabe 24/2025 - 13.06.2025
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Berlin (epd). Der Deutsche Kitaverband hat Ankündigungen des Bundesfinanzministeriums begrüßt, wonach Bildung und Betreuung ein Schwerpunkt beim geplanten Sondervermögen für die Modernisierung der Infrastruktur sein sollen. Dies ermögliche dringend benötigte Investitionen in Neubau, Sanierung und Digitalisierung von Kitas, teilte der Bundesverband freier Kita-Träger am 11. Juni in Berlin mit.
Waltraud Weegmann, die Bundesvorsitzende des Deutschen Kitaverbands, nannte die Ankündigung „ein überfälliges Signal“. Ein starker Bildungsstaat brauche starke Kitas. „Nun kommt es darauf an, dass die Mittel sinnvoll, fair und langfristig verteilt werden.“
Der Deutsche Kitaverband forderte, das Geld aus dem Sondervermögen müsse allen Trägern gleichermaßen zugutekommen. „Ohne eine gleichberechtigte Verteilung der Fördermittel zwischen freien und kommunalen Trägern droht, dass viele gute Vorhaben an veralteten Förderlogiken scheitern“, erklärte Wegmann. Planungssicherheit und die Beteiligung aller Träger seien entscheidend, damit Investition in Bildung und Betreuung bei den Kindern ankämen.
Außerdem regte der Verband einen „Digitalpakt Kita“ an. Dies solle eine „Anschubfinanzierung für den Aufbau einer zeitgemäßen IT-Infrastruktur sowie die Grundqualifizierung der Kita-Teams“ sein. Das im Infrastrukturpaket vorgesehene Geld solle zudem nicht nur für Baumaßnahmen, sondern auch zur „Stärkung der Trägerqualität und Fachkräfteentwicklung“ eingesetzt werden.