Ihr wöchentlicher Branchendienst
Ausgabe 24/2025 - 13.06.2025
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Jenny De la Torre ist tot. Wie die von ihr gegründete Jenny De la Torre-Stiftung auf ihrer Webseite mitteilte, starb die Medizinerin am 10. Juni nach langer, schwerer Krankheit in Berlin. Bundesweit bekannt wurde De la Torre wegen ihres Einsatzes als Ärztin für obdachlose Menschen in den 1990er Jahren im gerade wiedervereinigten Berlin. De la Torre wurde 1954 in Nasca Ica in Peru geboren und wuchs in einfachen Verhältnissen auf. 1976 kam sie mit einem Stipendium in die DDR, wurde Fachärztin für Kinderchirurgie und promovierte an der Charité. Ab 1994 behandelte sie am Berliner Ostbahnhof kostenlos obdachlose Menschen. Für ihr Engagement wurde sie 1997 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Weitere Auszeichnungen folgten, 2013 die Louise-Schroeder-Medaille, eine der höchsten Auszeichnungen Berlins, und 2015 der Deutsche Stifterpreis.
Hannes Ametsreiter (58), Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann Stiftung, scheidet nach rund einem halben Jahr aus seinem Amt aus. Ametsreiter verlasse die Stiftung zum 31. Juli „auf eigenen Wunsch und in bestem gegenseitigen Einvernehmen“, teilte die Stiftung in Gütersloh mit. Er werde sich wieder Aufgaben in der Wirtschaft widmen. Übergangsweise werde Brigitte Mohn, Vorständin und Mitglied der Stifterfamilie, als Vorstandsvorsitzende die Stiftung leiten. Ametsreiter hatte zu Jahresbeginn den Vorsitz von Ralph Heck übernommen. Zuvor war er CEO der größten Landesgesellschaft des Telekommunikationskonzerns Vodafone in Deutschland sowie Vorstandsvorsitzender der Telekom Austria Group. Zudem werde Wilfried Uhr als Vorstand Operations in das Führungsgremium der Bertelsmann Stiftung berufen, hieß es. Uhr habe seit dem Jahr 2000 verschiedene Führungspositionen in der Bertelsmann Stiftung inne
Björn Mänken, Geschäftsführer der Diakonie Himmelsthür in Hildesheim, hat zusätzlich die Geschäftsführung der Gesellschaft für Integration (GfI) mit rund 100 Mitarbeitenden übernommen. Die ist seit 25 Jahren für Integration in der Region Hannover und im Landkreis Nienburg in Bereich der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung tätig. Hauptgesellschafter bleibt zunächst weiterhin der Verein für Integration. Mänken tritt die Nachfolge von Veronika Heß-Holscher an, die in den Ruhestand geht. Für Mänken wurde ein Geschäftsbesorgungsvertrag abgeschlossen. Sein Unternehmen wird außerdem weitere Management-Leistungen für die GfI erbringen.
Hartmut Fritz verstärkt den Aufsichtsrat der Evangelischen Bank. Der Oberkonsistorialrat und Leiter der Finanzabteilung im Konsistorium der Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) vertritt seine Kirche in verschiedenen kirchlichen und diakonischen Gremien. Unter anderem ist er Vorsitzender des Aufsichtsrats des Verka VK Kirchliche Vorsorge VVaG sowie der Verka PK Kirchliche Pensionskasse AG. Er übernimmt das Mandat von Jörg Antoine. Der Kaufmännische Vorstand der Potsdamer Lafim-Diakonie ließ sich nach dem turnusmäßigen Ablauf der Wahlperiode nicht mehr zur Wiederwahl aufstellen. Erneut in den Aufsichtsrat gewählt wurden hingegen Hans Ulrich Anke, Präsident des Kirchenamts der Evangelischen Kirche in Deutschland, Markus Horneber, Vorsitzender des Agaplesion-Vorstands, Petra Hegt, Kaufmännische Vorständin beim Marienstift Arnstadt, sowie Sabine Korb-Chrosch, Kaufmännische Vorständin bei der Stiftung Das Rauhe Haus.
Jürgen Dusel (60) bleibt Behindertenbeauftragter der Bundesregierung. Das Kabinett entschied am 11. Juni, ihn erneut zu berufen, wie das Sozialministerium in Berlin mitteilte. Dusel hat das Amt seit 2018 inne. Der Jurist, der von Geburt an stark sehbehindert ist, war erstmals 2018 zum Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen berufen worden. 2022 wurde er für eine weitere Amtszeit bestellt. Vor seinem Wechsel zum Bund war Dusel unter anderem Behindertenbeauftragter des Landes Brandenburg. Die inklusionspolitischen Verabredungen im Koalitionsvertrag könnten „spürbare Verbesserungen für Menschen mit Behinderungen bringen“, urteilte Dusel. „Jetzt muss es darum gehen, diese auch mit konkreten Maßnahmen umzusetzen.“