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Matthias Timmermann hat sein Amt als neuer Direktor der Caritas im Norden am 1. März angetreten. Ende September 2022 wählte der Caritasrat Timmermann zum neuen Diözesan-Caritasdirektor und Nachfolger von Steffen Feldmann, der in den Vorstand des Deutschen Caritasverbandes berufen wurde. Timmermann wurde 1971 im Kreis Paderborn geboren und schloss sein Studium an der Universität Paderborn als Diplom-Kaufmann ab. Nach einer Zeit als Qualitätsmanagementbeauftragter in der privaten Wirtschaft wechselte er im Jahr 2000 zur katholischen Wohlfahrt und wirkte dort mehr als 20 Jahre in Paderborn und in Gütersloh, seit 2011 als Vorstand des dortigen Caritasverbandes.

Sandra Postel ist einstimmig zur Präsidentin der Pflegekammer NRW gewählt worden. Die Kammerversammlung wählte Jens Albrecht zum Vizepräsidenten. Postel ist Gesundheits- und Krankenpflegerin, Pflegepädagogin sowie Pflegewissenschaftlerin und leitet den Bereich Bildung der Marienhaus Holding GmbH. Albrecht ist Krankenpfleger, Pflegepädagoge und Leiter des Bildungszentrums für Berufe im Gesundheitswesen im Franziskus Hospital Bielefeld. Der Vorstand besteht inklusive der Präsidentin und ihres Stellvertreters aus elf Personen. Sowohl Postel als auch Albrecht hatten den Aufbau der Pflegekammer in den vergangen beiden Jahren als geschäftsführende Vorstandsmitglieder eng begleitet.

Karin Altenfelder ist offiziell in ihr Amt als Landesdiakoniepastorin und Vorständin des Diakonischen Werkes in Bremen eingeführt worden. Die 54-jährige evangelische Pastorin steht schon seit Juni 2022 an der Spitze der Bremer Landesdiakonie. Die gebürtige Ostfriesin folgte auf Manfred Meyer, der als theologischer Vorstand in die diakonische Stiftung „Friedehorst“ in Bremen-Nord gewechselt war. Altenfelder ist die erste Frau an der Spitze des Diakonischen Werkes in Bremen.

Michael Hallek ist zum neuen Vorsitzenden des Sachverständigenrats Gesundheit und Pflege gewählt worden. Der Direktor der Klinik für Innere Medizin an der Uniklinik Köln soll sich in dem Rat mit sechs weiteren Expertinnen und Experten im Auftrag der Bundesregierung mit dem Fachkräftemangel in der Branche befassen. „Auch im Gesundheitswesen sind wir als Gesellschaft damit konfrontiert, dass Fachkräfte fehlen“, sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) nach der konstituierenden Sitzung des Gremiums in Berlin. Der Sachverständigenrat soll in einem Jahr ein Gutachten zu dem Thema vorlegen.

Ulrike Brune (63), Richterin am Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt, ist in den Ruhestand getreten. Brune wurde im Juli 2014 zur Richterin am BAG ernannt und dem Zehnten Senat zugeteilt. Seit November 2018 war sie stellvertretende Vorsitzende dieses Senats und hat die Rechtsprechung dieses Senats maßgeblich mitgeprägt. Sie wirkte unter anderem an wichtigen Entscheidungen zu der Verfassungsmäßigkeit des Gesetzes zur Sicherung der Sozialkassenverfahren im Baugewerbe und der Grundrechtsbindung der Tarifvertragsparteien mit.

Barbara Havliza (CDU), Richterin und ehemalige niedersächsische Justizministerin, ist neue Opferschutzbeauftragte von Nordrhein-Westfalen. Havliza übernahm das Amt von Elisabeth Auchter-Mainz, die als erste Beauftragte für Opferschutz in NRW im Jahr 2017 die neu eingerichtete Anlaufstelle aufbaute. Die Anlaufstelle für Opferschutz stand unter anderem im Zusammenhang mit Kindesmissbrauch der Gewaltkomplexe Lügde und Bergisch Gladbach beratend zur Seite. Barbara Havliza, die von 2017 bis 2022 niedersächsische Justizministerin war, begrüßte, als Opferschutzbeauftragte künftig Empathie mit den Opfern zeigen zu können. Als Richterin habe sie 15 Jahre sexuellen Missbrauch an Kindern, Mord und Totschlag verhandelt und äußerlich aus Neutralitätsgründen Distanz wahren müssen, sagte sie.

Cornelia Funke (64) erhält den Karl-Kübel-Preis 2023. Die Kinder- und Jugendbuchautorin greife die Lebens- und Fantasiewelten von Kindern und Familien auf und trage dazu bei, dass Generationen durch gemeinsames Lesen in Verbindung blieben, sagt das Vorstandsmitglied der Karl-Kübel-Stiftung, Daniel Heilmann. Mit ihrer Stiftung „Rim of Heaven“ unterstützt Funke auch Kinder- und Frauenrechte. Der mit 25.000 Euro dotierte Preis wird am 29. September in Bensheim verliehen. „Für mich zeigt sich Fortschritt nur darin, wie sehr wir unsere Kinder wertschätzen und Eltern helfen, ihnen die Erfahrung eines sicheren und warmen Zuhauses zu schenken“, sagte Funke. Die Corona-Jahre hätten bewiesen, dass Kinder keineswegs Priorität in der Gesellschaft hätten. Sie seien in der Pandemie oft alleingelassen worden.

Marianne Koch hat in München das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse erhalten. Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) überreichte der Ärztin die Auszeichnung. Der Minister würdigte das Lebenswerk Marianne Kochs, die sich als Ärztin, Schauspielerin, Moderatorin, Medizinautorin und Medizinjournalistin besondere Verdienste erworben habe. Marianne Koch war als Medizinstudentin für eine Filmrolle entdeckt worden. Sie spielte 20 Jahre in Filmen. Ihre Karriere führte sie auch nach Hollywood. Als Spätberufene schloss sie nach der Filmkarriere ihr Medizinstudium ab und wurde Internistin. Mit 55 Jahren eröffnete sie mit anderen Medizinerinnen und Medizinern in München eine Praxisgemeinschaft. Nach der Praxistätigkeit wurde sie Medizinjournalistin. Koch ist Ehrenpräsidentin der Deutschen Schmerzliga und Schirmherrin der Deutschen Hochdruckliga. Seit 2020 ist sie Kuratorin der Stiftung Allgemeinmedizin.



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